10. Januar 2009

Panorama

Liebe Familie, liebe Freunde,
Kürzlich schrieb mir ein Freund, dass das letzte Jahr für ihn ziemlich schwer
gewesen ist.
Da dachte ich darüber nach, wie das bei mir war… Ja, mein Leben war auch nicht leicht, aber es hatte auch eine Menge an Momenten der Freude. Unser Vater hatte eine Menge an Gutem für mich bereit. In meiner Erinnerung gibt es viele schmerzhafte Momente. Aber in meinem Herzen muss ich selten an diese Zeit denken. Immer wieder aber erinnert ER mich an die guten Zeiten.
Als ich noch als Kinderkrankenschwester gearbeitet habe, konnte ich nach der Arbeit nach Hause gehen und alle meine Sorgen und alles Leid, das ich dort gesehen hatte, auf IHN werfen. Welche eine Gnade ist es, ein Herz voller Freude haben zu können! Welch ein Geschenk! Das kann man in keinem Laden kaufen und sich auch nicht verdienen. ER liebt, und ich werde nie in der Lage sein, IHM das zurück zu geben, was ER mir schenkt. Und ich habe die Wahl, es anzunehmen oder aber an mir vorüberziehen zu lassen.
So wie Gott uns die Wahl gibt, ob wir Jesus als Sohn Gottes und als Retter annehmen wollen oder nicht. Wir stehen jeden neuen Tag vor der Wahl, ob wir mit Jesus den Tag bestreiten oder unsere eigenen Wegen gehen wollen. Wichtig ist, zu wissen, dass Er uns gemacht hat. Mit dieser Wahrheit im Hinterkopf ist es ein großer Unterschied, ob wir Ihn bestimmen lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Die Bibel steckt voll von Wegweisungen für unser Leben. Wenn nicht ER, wer dann sollte den Weg wissen, den wir  einschlagen sollten? Kann etwa eine Tonvase sagen, was mit ihr werden soll? Das kann nur der Töpfer, der diese Vase gemacht hat (Römer 9,20.21 oder Jer. 18,2ff; Jes. 29,16ff; 64,7))!!? Er weiß wozu wir auf dieser Erde sind. Wir finden die Antworten auf Lebensfragen nicht in dieser Welt. Wenn unser Leben außer Kontrolle gerät, dann ist  wirklich die einzige sinnvolle Möglichkeit - Gott die Sache überlassen. Darum ist genau das Richtige für unser Leben  – nach Gott fragen.
Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Korinther 12:9
Ich habe eine Notiz gefunden, die ich vor 3 Jahren schrieb. Alles was ich an diesem Tag schrieb, waren folgende Worte: „God is writing a story with us.“  „ER schreibt die Geschichte – mit uns“  Und Er tut es immer wieder. Und ER hat es bei mir getan. Aber nicht erst, als ich krank geworden bin. ER fing damit an, bevor ich geboren wurde. Er hat das gleiche für dein Leben getan. Und Er gab uns die Freiheit zu wählen. Er gab uns einen eigenen Willen. So ist es unsere eigene Entscheidung ob wir Gott unsere Lebensgeschichte schreiben lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Wenn wir Abenteuer lieben, sollten wir Ihn besser ins Boot nehmen. Dann nämlich bekommen unsere  Abenteuer Ewigkeitswert. Und sollten wir ein Leben mit innerlichem Frieden bevorzugen, dann sollten wir besser das gleiche tun. Wir sind hier auf dieser Erde nur Besucher. Aber die Frage ist, zu welchem zu Hause gehen wir nach unserem Besuch? 

Diese Gedanken haben mich in letzter Zeit beschäftigt. Diese Gedanken sind in der letzten Zeit in meinem Kopf herumgeschwirrt. Im Dezember des letzten Jahres habe ich ein paar Sätze aufgeschrieben und gerade habe ich erkannt, dass es eine Kurzfassung auf meine gerade geschriebenen Sätze ist.

Wo trete ich hin? - In wessen Fußstapfen? - Wer gibt mir den Weg vor? - Laufe ich blind?
Was ist mein Ziel? Bin ich allein unterwegs? - Nur bei Ihm finde ich Ruhe! - Er ist mein Ziel! - Und allein gehe ich nicht! - Friede und Ruhe, Geborgenheit und Liebe - und unendliche Gnade - Ohne Ihn, was bin ich da?- Im Winde verweht. - Mit Ihm habe ich alles was zählt. - Vergebung auf ewig. Mein Freund, ich möchte dein Freund sein. Sei mein Vater- dein Kind

Ich weiß nicht, ob euch diese Worte helfen, aber ich wollte sie mit euch mal teilen.

Die Weihnachtszeit war anders, als sonst. Denn nun ist mein kleiner Bruder
Silas in Afrika. Trotz allem bin ich dankbar, dass ich am Heiligabend an einem kleinen Gemeinde-Theaterstück mitwirken konnte. Auf diese Weise konnte ich ein wenig helfen, denn normalerweise kann ich viel körperlich anstrengende Sachen nicht tun, wie z.B. die Kirche reinigen o.a. (viele Pastorentöchter scheinen auch regelmäßig die Aufgabe zu  haben, den Weihnachtsbaum zu schmücken…) In dem Spiel durfte ich einen Simeon spielen, der Joseph und Maria die Unterkunft in seinem Stall ermöglichte. Mit meinen kurzen Locken gehe ich im Moment gut als Junge durch…
Zwischen Weihnachten und Neujahr kamen meine Freundin  Myri und ihr Freund Daniel. Wir hatten eine sehr schöne Zeit gemeinsam. Ein Höhepunkt war, dass sie sich am 1.1. verlobt haben. Und ich konnte zu den Allerersten gehören, die das erfahren haben…

Im Januar ist die Vorbereitung für den Beginn der REHA in Füssen im Allgäu geplant. Dort werde ich ab dem 10. Februar zunächst für drei Wochen sein.
Meine Hoffnung ist, dass ich im Gehen-lernen unterstützt werde und Hilfestellung beim gesamten Umgang mit den immer noch sehr starken Schmerzen bekomme.

Am 6. Februar hoffe ich, den 80. Geburtstag meines Großvaters hier in der Nähe, in Serrahn mitfeiern zu können, gemeinsam mit der „ganzen Sippe“. Da ich allein auf der Holmer-Seite ca. 50 Cousinen und Cousins habe, wird es eine große Sache werden (von der Seite meiner sind es noch einmal 20…).

An den Fotos könnt ihr sehen, dass ich nun wieder auf Saba reiten kann. Mein Muskel hat sich regeneriert, und so kann ich langsam wieder mein Bein trainieren. Nur das eiskalte Wetter hält mich manchmal etwas zurück…

Ich mußte auf meinen Fuss aufpassen, denn der wird schnell kalt, und das merke ich dann nicht oder zu spät.
Für heut habt ihr, denke ich, genug zu lesen von mir… Danke, dass ihr ein Teil meines Lebens, meine eigentliche Familie, nämlich Gottes Familie seid und dies auch immer wieder zeigt durch euer Gebet und alle Brief und anderen Zeichen eurer Verbundenheit.

Möge ER euer Jahr 2009 segnen und euch IHM näher bringen. Erinnert ihr euch? Das ist der beste Platz, an dem man überhaupt sein kann…

Zwischen Himmel und Erde ist ein Riss
Und ein Kampf zwischen Licht und Finsternis
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde sind wir noch
Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt,
Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier.

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Ganz allein und verlassen von Mensch und Gott
Zwischen Himmel und Erde ausgestreckt,
Dort am Kreuz

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Wo die Balken sich kreuzen, ist der Ort
Wo sich himmel und Erde trifft in dir
Dort am Kreuz.

Zwischen Himmel und Erde leiden wir
An Zerrissenheit auf dem Weg zu dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Zwischen Himmel und Erde ist ein Steg,
Und du selbst bist die Brücke und der Weg
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde stehen wir
Und wir treten in diesen Riss mit dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Du machst Himmel und Erde einmal neu
Doch dein Reich ist schon da und du bist treu
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

(c) Albert Frey

Hier kommt
Puschel selbst
zu Wort!!

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