15. Oktober 2008

Panorama

Es hat sich bei mir in den letzten Monaten viel bewegt. Gott hat viel bewegt. Viele von euch haben lange für mich gebetet. Und nun dürft ihr sehen, was Gott daraus macht.

Es ist nun schon eine längere Zeit her, als wir euch über meinen Bruch im Becken berichtet haben. Jemand sagte damals: „Weshalb muss sie, die schon ein ganzes Jahr lang im Bett gefesselt war, nun schon wieder liegen?“ Im ersten Moment war es wirklich nervig, aber nicht auf lange Sicht. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wofür das gut sein könnte, aber ich wusste, dass Gott seine Gründe hat. Heute kann ich euch einen Grund nennen. Die Knochen in meinem Becken sind nun kräftiger, als zuvor. Der Bruch hat den eingesetzten Knochen im Becken zum Wachstum angeregt. Und dadurch habe ich eine bessere Stabilität, was auf längere Sicht natürlich wichtig und wertvoll ist.

Ich lebe in dem Wissen, dass es Gott gibt, dass ER alles in seinen Händen hält. Und dieser Gott möchte mit uns unseren Tag erleben. Unser Leben ändert sich, wenn wir jede Minute in dem Wissen leben, dass da Gott ist, der uns geschaffen hat und zwar zu seinem Ebenbild, also als Gegenüber.

Natürlich ist klar, dass es den Widersacher/Feind Gottes gibt – und der zerstört, was er kann: unser Leben, unseren Frieden, diese Welt. Doch gerade deshalb ist es umso wichtiger, eng an IHM/Jesus zu bleiben! Was habe ich schon zu verlieren, wenn ich mich für Jesus entscheide?!

Was würdet ihr dafür geben, eure Zeit teilen zu dürfen, um mit der liebevollsten, klügsten und heiligsten Person? Was sagt ihr dazu, dass diese Person schon längst auf euch wartet. Wir haben die Chance und nutzen sie meist nur sonntags und manchmal, wenn wir in Not sind.

Ich habe mir in letzter Zeit Gedanken gemacht, weshalb wir so oft für die unwichtigen Dinge in unserem Leben mehr Zeit verbrauchen, als für die wichtigen. Und was sind die Wichtigen?

Ich bin mal wieder zu dem Entschluss gekommen, dass das wichtigste die Beziehung zu Gott- unserem Schöpfer ist. Ich habe meinen Platz im Himmel, weil ich sein Kind bin. Aber genieße ich die Zeit mit Ihm hier auf der Erde mit all den Versprechen und Geschenken, die Er uns zusagt?
Ebenso wichtig ist es, die Beziehungen zu den Menschen zu sehen und zu pflegen, die Gott uns anvertraut. Die sind wichtiger als alles Materielle in unserer Welt und unserem Leben! Wie wenig wichtig sind materielle Dinge für einen Menschen, der vor den Toren der Ewigkeit steht!

Eins ist mir noch aufgefallen. Wir leben meistens nicht im Heute. Aus verschiedenen Gründen leben wir entweder im Gestern oder Morgen. Aber Fakt ist, dass wir heute leben! Die einzige Problematik, wo wir Zukunftsdenken brauchen, ist die Frage, ob Jesus uns an der „Himmelspforte“ erkennen würde?

Könnt ihr euch noch an Saba das Pony erinnern? Es hat unseren Nachbarn gehört. Sie ziehen nun wegen Studium usw. weiter weg. Ich werde sie hier sehr vermissen!!! So war nun aber die Frage was sie mit Saba machen? Sie geben Saba in meine Hände! Krass oder? Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich je Pferdebesitzer werde! Einfach so! Nun traue ich Gott zu, mir auch bei den Folgekosten zu helfen. Saba wird mir in großem Maße helfen, meine Muskeln auch im rechten Bein wieder ein Stück weit herzustellen. Sie wurde in den letzten Jahren für Reit-Therapie benutzt und ist somit sehr feinfühlig. Und keine Angst- ich halte mich mit Trab und Galopp zurück

Schon immer habe ich gerne Fotografiert. Vor einiger Zeit konnte ich mir eine gute Kamera kaufen, mit der ich es liebe, der Schöpfung Gottes im Detail auf der Spur zu sein.

Vor etwa zwei Wochen durfte ich anfangen, mit einer Krücke zu laufen. Ich sag euch- es ist genial zu laufen und zur gleichen Zeit etwas zu transportieren und nicht immer Hilfe nötig zu haben.

Wie Hiob komme ich mir vor. Hiob (ein Mann aus dem Alten Testament) hat viel in seinem Leben verloren und es später in noch größeren Segen wiederbekommen. Ich darf erleben, wie ich immer mehr Energie und Muskeln zurück bekomme. Klar habe ich immer noch Schmerzen die auch gerne nachts kommen. Die Übelkeit ist stets eine Begleiterscheinung und selbstständig bin ich noch längst nicht. Aber ich habe Leben aufs neue wieder bekommen. Ich werde mich bemühen jeden Tag in der Gegenwart Jesu zu leben um ein Leben voller Abenteuer zu genießen, inbegriffen all die Freunde, die mir „über den Weg laufen“ .

Schon seit einigen Wochen ist Silas in Äthiopien/Afrika. Ehrlich gesagt vermisse ich ihn ja schon sehr… Naja ich bin froh, dass er im letzten Jahr noch hier war. Er war hier ein großer Segen mit einem dienenden Herzen…nun für Menschen in Äthiopien. Ich möchte euch einfach noch mal auf seine Homepage hinweisen. Wenn ihr euch mal Zeit nehmen könnt, ihm eine kleine Ermutigungs-eMail zu schreiben, dann würde er sich freuen und ich mit ihm. Und wenn´s nur ein kurzer Gruß ist… auch finanziell war es für uns ein Wagnis, ihn gehen zu lassen. Solltet ihr da Möglichkeiten haben. ist es für uns alle und die ihn tragende Missionsgesellschaft, „Hilfe für Brüder“, eine echte Unterstützung. Das Wichtigste ist aber, dass er im Gebet begleitet wird.

Vielen Dank für all eure Unterstützung und Gebete für uns. Wenn wir euch nicht hätten… Haben wir aber! Danke! Liebe Grüße und Gottes Segen an Euch!

 

„Vergiss nicht, zu danken dem ewigen Herrn, er hat dir viel Gutes getan!”
nach Psalm 103,2

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Hier kommt
Puschel selbst
zu Wort!!