1. Januar 2009

Euch allen ein gesegnetes Jahr 2009!!! Immer wieder wollen wir euch von Herzen danken, dass ihr hier immer wieder reinschaut und dann für Puschel und ihre Situation betet. Im Moment liegt sie gerade sehr viel mehr als bisher. Denn sie hat sich einen Infekt “eingefangen”, der sie doch ganz schön beschäftigt. Das beginnt bei den ganz normalen Beschwerden, die wir alle in einem solchen Fall auch haben. Aber das wirkt sich bei ihr eben immer sehr viel stärker und vielfältiger aus. Es werden z.B. die Schmerzen deutlich stärker, was wiederum zur Folge hat, dass sie mehr Schmerzmittel nehmen muss. Das aber bedeutet auch wieder mehr Übelkeit, weniger Aktivität, mehr Liegen usw. Darum ist gerade jetzt wichtig, dass sie dies sehr schnell überwinden kann. Ihr Immunsystem ist ja noch längst nicht voll wiederhergestellt. Darum hat sie natürlich auch gleich Antibiotika zu nehmen. Eine aktuelle Meldung ist, dass sie nun am 10. Februar eine Reha beginnen kann und soll, und zwar in Füssen im Allgäu. Dort wird sie eine spezielle Unterstützung fürs Gehenlernen und auch eine Schmerztherapie bekommen können. Darüber werden wir euch später sich noch mehr Informationen zukommen lassen. Sehr schön ist, das Puschel in der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel in unserer Gemeinde viel mitmachen konnte. Wir werden es euch sicher in den nächsten Tagen noch ein wenig mit Fotos zeigen können.

 

10. Januar 2009

Liebe Familie, liebe Freunde, Kürzlich schrieb mir ein Freund, dass das letzte Jahr für ihn ziemlich schwer gewesen ist. Da dachte ich darüber nach, wie das bei mir war… Ja, mein Leben war auch nicht leicht, aber es hatte auch eine Menge an Momenten der Freude. Unser Vater hatte eine Menge an Gutem für mich bereit. In meiner Erinnerung gibt es viele schmerzhafte Momente. Aber in meinem Herzen muss ich selten an diese Zeit denken. Immer wieder aber erinnert ER mich an die guten Zeiten. Als ich noch als Kinderkrankenschwester gearbeitet habe, konnte ich nach der Arbeit nach Hause gehen und alle meine Sorgen und alles Leid, das ich dort gesehen hatte, auf IHN werfen. Welche eine Gnade ist es, ein Herz voller Freude haben zu können! Welch ein Geschenk! Das kann man in keinem Laden kaufen und sich auch nicht verdienen. ER liebt, und ich werde nie in der Lage sein, IHM das zurück zu geben, was ER mir schenkt. Und ich habe die Wahl, es anzunehmen oder aber an mir vorüberziehen zu lassen. So wie Gott uns die Wahl gibt, ob wir Jesus als Sohn Gottes und als Retter annehmen wollen oder nicht. Wir stehen jeden neuen Tag vor der Wahl, ob wir mit Jesus den Tag bestreiten oder unsere eigenen Wegen gehen wollen. Wichtig ist, zu wissen, dass Er uns gemacht hat. Mit dieser Wahrheit im Hinterkopf ist es ein großer Unterschied, ob wir Ihn bestimmen lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Die Bibel steckt voll von Wegweisungen für unser Leben. Wenn nicht ER, wer dann sollte den Weg wissen, den wir  einschlagen sollten? Kann etwa eine Tonvase sagen, was mit ihr werden soll? Das kann nur der Töpfer, der diese Vase gemacht hat (Römer 9,20.21 oder Jer. 18,2ff; Jes. 29,16ff; 64,7))!!? Er weiß wozu wir auf dieser Erde sind. Wir finden die Antworten auf Lebensfragen nicht in dieser Welt. Wenn unser Leben außer Kontrolle gerät, dann ist  wirklich die einzige sinnvolle Möglichkeit - Gott die Sache überlassen. Darum ist genau das Richtige für unser Leben  – nach Gott fragen. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Korinther 12:9 Ich habe eine Notiz gefunden, die ich vor 3 Jahren schrieb. Alles was ich an diesem Tag schrieb, waren folgende Worte: „God is writing a story with us.“  „ER schreibt die Geschichte – mit uns“  Und Er tut es immer wieder. Und ER hat es bei mir getan. Aber nicht erst, als ich krank geworden bin. ER fing damit an, bevor ich geboren wurde. Er hat das gleiche für dein Leben getan. Und Er gab uns die Freiheit zu wählen. Er gab uns einen eigenen Willen. So ist es unsere eigene Entscheidung ob wir Gott unsere Lebensgeschichte schreiben lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Wenn wir Abenteuer lieben, sollten wir Ihn besser ins Boot nehmen. Dann nämlich bekommen unsere  Abenteuer Ewigkeitswert. Und sollten wir ein Leben mit innerlichem Frieden bevorzugen, dann sollten wir besser das gleiche tun. Wir sind hier auf dieser Erde nur Besucher. Aber die Frage ist, zu welchem zu Hause gehen wir nach unserem Besuch? 

Diese Gedanken haben mich in letzter Zeit beschäftigt. Diese Gedanken sind in der letzten Zeit in meinem Kopf herumgeschwirrt. Im Dezember des letzten Jahres habe ich ein paar Sätze aufgeschrieben und gerade habe ich erkannt, dass es eine Kurzfassung auf meine gerade geschriebenen Sätze ist.

 

Wo trete ich hin? –

In wessen Fußstapfen? –

Wer gibt mir den Weg vor? –

Laufe ich blind?

Was ist mein Ziel?

Bin ich allein unterwegs? –

Nur bei Ihm finde ich Ruhe! –

Er ist mein Ziel! –

Und allein gehe ich nicht! –

Friede und Ruhe,

Geborgenheit und Liebe –

und unendliche Gnade –

Ohne Ihn, was bin ich da?-

Im Winde verweht. –

Mit Ihm habe ich alles was zählt. –

Vergebung auf ewig. Mein Freund,

ich möchte dein Freund sein.

Sei mein Vater- dein Kind

 

Ich weiß nicht, ob euch diese Worte helfen, aber ich wollte sie mit euch mal teilen. Die Weihnachtszeit war anders, als sonst. Denn nun ist mein kleiner Bruder Silas in Afrika. Trotz allem bin ich dankbar, dass ich am Heiligabend an einem kleinen Gemeinde-Theaterstück mitwirken konnte. Auf diese Weise konnte ich ein wenig helfen, denn normalerweise kann ich viel körperlich anstrengende Sachen nicht tun, wie z.B. die Kirche reinigen o.a. (viele Pastorentöchter scheinen auch regelmäßig die Aufgabe zu  haben, den Weihnachtsbaum zu schmücken…) In dem Spiel durfte ich einen Simeon spielen, der Joseph und Maria die Unterkunft in seinem Stall ermöglichte. Mit meinen kurzen Locken gehe ich im Moment gut als Junge durch… Zwischen Weihnachten und Neujahr kamen meine Freundin  Myri und ihr Freund Daniel. Wir hatten eine sehr schöne Zeit gemeinsam. Ein Höhepunkt war, dass sie sich am 1.1. verlobt haben. Und ich konnte zu den Allerersten gehören, die das erfahren haben…

Im Januar ist die Vorbereitung für den Beginn der REHA in Füssen im Allgäu geplant. Dort werde ich ab dem 10. Februar zunächst für drei Wochen sein. Meine Hoffnung ist, dass ich im Gehen-lernen unterstützt werde und Hilfestellung beim gesamten Umgang mit den immer noch sehr starken Schmerzen bekomme. Am 6. Februar hoffe ich, den 80. Geburtstag meines Großvaters hier in der Nähe, in Serrahn mitfeiern zu können, gemeinsam mit der „ganzen Sippe“. Da ich allein auf der Holmer-Seite ca. 50 Cousinen und Cousins habe, wird es eine große Sache werden (von der Seite meiner sind es noch einmal 20…). An den Fotos könnt ihr sehen, dass ich nun wieder auf Saba reiten kann. Mein Muskel hat sich regeneriert, und so kann ich langsam wieder mein Bein trainieren. Nur das eiskalte Wetter hält mich manchmal etwas zurück… Ich mußte auf meinen Fuss aufpassen, denn der wird schnell kalt, und das merke ich dann nicht oder zu spät. Für heut habt ihr, denke ich, genug zu lesen von mir… Danke, dass ihr ein Teil meines Lebens, meine eigentliche Familie, nämlich Gottes Familie seid und dies auch immer wieder zeigt durch euer Gebet und alle Brief und anderen Zeichen eurer Verbundenheit.

Möge ER euer Jahr 2009 segnen und euch IHM näher bringen. Erinnert ihr euch? Das ist der beste Platz, an dem man überhaupt sein kann…

 

19. Januar 2009

Wir sind unglaublich dankbar und froh, dass es Puschel nun schon so lange ziemlich gut geht. Logisch, dass es immer durchwachsen ist. Aber alles in allem ist es den Umständen entsprechend wirklich ein Wunder und jeden Tag neu ein Grund, Gott zu danken. Wissen wir doch, dass das überhaupt nicht selbstverständlich ist und dass viele andere ganz andere Erfahrungen machen müssen. Es ist uns darum wirklich ein Anliegen, euch immer wieder teilhaben zu lassen an dieser Dankbarkeit und euch mit hineinzunehmen in die Freude am Herrn. Immer wieder hat Puschel Möglichkeiten, in der Gemeinde mitzuwirken und manchen, besonders jungen, Menschen mit Rat und Tat und Gebet zur Seite zu stehen. Oft hat sie mit einigen Jugendlichen unserer Gemeinde ein Treffen zum Bibellesen und Beten. Und immer kann sie auch ihre Talente einsetzen, um Menschen zu erfreuen und ihnen zu helfen. Sie bereitet sich nun schon ziemlich konkret auf die Reha in Bayern vor. Das soll am 10. Februar beginnen. Wir sind gespannt, ob sie das ein wenig weiterbringt mit dem Laufen und vor allem in dem Umgang mit den zeitweise immer noch sehr starken Schmerzen. Wir werden euch hier auch weiter immer informieren und alle paar Tage neue Fotos präsentieren. Vielen Dank euch für jeden Blick hier hinein und für jedes Gebet für sie!

 

22. Januar 2009

Meine Lieben,

Ich muss euch einfach mal was Cooles erzählen. Am Dienstag bin ich nach Burg Schlitz gefahren um in einem kleinen Schwimmbad zu schwimmen. Es ist inbegriffen in einem Hotel wo wir freundlicherweise von außerhalb kommen dürfen. Es ist zwei Jahre her, wo ich das letzte Mal schwimmen war. Endlich bekam ich die Möglichkeit ohne Krücken zu laufen. Es war großartig vorwärts, rückwärts und auf Handstand im Wasser zu laufen. Wow, was für ein Erlebnis! Danke Gott!

 

01. Februar 2009

Es ist wirklich schön und immer wieder eine Ermutigung, zu erfahren, dass ihr immer wieder hier hereinschaut und dann auch für Puschel betet. Es gibt Puschel selbst am meisten Ermutigung. Aber wir hoffen, dass es euch ebenso ermutigt. Es soll einerseits ermutigen, unserem Gott zu vertrauen, andererseits helfen, zu sehen, dass Gott da ist und es IHM nicht egal ist, wie es uns geht. Manchmal fühlt man das zwar nicht so stark. Aber ER hat es uns fest zugesagt! Puschel hat in den letzten Tagen wieder noch mehr zu kämpfen mit den Schmerzen. Und wir wissen noch nicht recht, woher sie genau kommen. Wir haben gezögert, entsprechende Schritte zu unternehmen, weil jetzt ihre Reha direkt bevorsteht (in einer Woche geht es los) und wir hoffen, dass gerade die Schmerztherapie dort in Angriff genommen werden kann. 
Dabei ist es erstaunlich, dass gerade das Reiten auf Saba ihr eher Entlastung als Belastung bringt. Das liegt wohl am meisten an der Haltung der Beine und der Stellung des Beckens. Ansonsten ist sie im Moment doch sehr stark ans Bett oder den Liegerollstuhl gebunden. Sie müsste sonst immer mehr Schmerzmittel nehmen. doch das will sie nicht. so ist sie nach wie vor dankbar für alle eure Gebete und jede Ermutigung. Wir lassen hören....

 

08. Februar 2009

Heute werden wir nun starten, um Puschel in die Reha nach Füssen in Bayern zu bringen. Vorgesehen sind erst einmal drei Wochen. Das könnte aber ja nach Verlauf und Einschätzung der Ärzte dort etwas länger gehen. Wir werden euch hier natürlich auf dem Laufenden halten. Und sicher werdet ihr auch bald von dort mal ein paar Fotos bekommen.

Gestern konnte Puschel noch zur Feier des 80. Geburtstags ihres Opas in Serrahn mitkommen. Von ihm gibt es seit drei tagen ein Buch im H¦nssler-Verlag: モUwe Holmer - der Mann, bei dem Honecker wohnteヤ

In den nächsten Tagen gibt es hier wieder mehr zu lesen. Denkt einfach im Gebet weiter mit an Puschel. Denn nun wird es wichtig sein, dass sie lernt, besser mit den immer noch schweren Schmerzen um zu gehen. Gleichzeitig kommt es darauf an, dass sie lernt, noch besser mit ihrem gelähmten Bein zu leben.

 

19. Februar 2009

Meine lieben Freunde, Seit fast einer Woche bin ich nun schon in Füssen auf Reha, und manch einer fragt  sich wohl schon, ob ich mich in den Bergen verlaufen habe… Durch die Hilfe von Christian Stöckigt, einem Freund unserer Familie, war es meinen Eltern möglich, mich zur Reha zu fahren und noch eine Woche im Süden zu bleiben und Esther, alias Mäuschen (meine Schwester), zu besuchen und mich in den ersten zwei Tagen zu begleiten. Christian ist gerade Tierpfleger und Haushüter. Maria, auch eine Freundin der Familie, war es möglich, uns auf der Fahrt zu begleiten. Die Klinik mit all den Mittarbeitern ist, denke ich, gut, um Einiges zu lernen und hoffentlich auch, um meine Schmerzen besser unter Kontrolle zu bekommen. Ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so starke Probleme mit den Schmerzen hatte wie in der letzten Zeit. Noch ist nicht klar, weshalb die Schmerzen so stark geworden sind. Bitte betet um Hilfe für die Schmerzproblematik und dass ich so weit wie möglich die Reha nutzen kann, um wieder stabil auf die Beine zu kommen. Aber dankt auch, dass ich hier die Möglichkeit bekomme. Ich freue mich sehr über Emails o.ä, aber bitte habt Verständnis, dass es mir nicht immer möglich sei wird, zu antworten, da ich hier Einiges an Programm habe.  Ich werde viel intensive Physiotherapie, Wassertherapie, Thermotherapie, allgemein Muskelaufbau, Gespräche mit Ärzten, Vorträge etc. haben.  Also alles andere als Urlaub. Ach, im übrigen kann ich direkt auf die großen Berge vom Allgäu schauen und das Schloss Neuschwanstein!

Meine Adresse: Lydia Holmer, Höhenstraße 56,  87629   Hopfen am See Solltet jemand von euch sich überlegen hier vorbei zu schauen, dann ware es gut, wenn ihr mir vorher bescheid gebt, damit ich es einplanen kann. Danke so sehr für all euer Anteilnehmen!

 

26. Februar 2009

Ich will euch kurz auf den neusten Stand bringen, auch, wenn es natürlich sooo viel nicht zu berichten gibt.
Denn Puschel ist nun Tag für Tag beschäftigt mit Training, Therapien und manchen Terminen. An den Wochenenden aber hat sie Zeit zum Ausruhe oder Zeit, Besucher zu empfangen. Das macht ihr wirklich Freude, dass immer mal wieder jemand reinschaut und mit ihr ein paar Stunden verbringt.
Sie ist jetzt recht gut auf die Schmerzen eingestellt. Sie bekommt eine höhere Dosierung auf andere Art von ihren Schmerzmitteln, sodass sie wirklich weniger Schmerzen hat. Der Nachteil ist jedoch, dass die Schmerzmedikament sie auch wiederum mehr müde machen. So hat sie nach der “Arbeit” oft nicht mehr die Kraft, Brief zu schreiben oder auch konzentriert zu lesen (das war ihre Stärke auch ohne Schmerzmittel nie...) Aber so können wir hoffen, dass sie bei allen Übungen in dieser Zeit der Reha ein ganzes Stück weiterkommt. Wie lang die Zeit dort nun werden wird, ist noch ungewiss, eine Verlängerung ist beantragt.

 

13. März 2009

Nun ist die Reha fertig! Puschel hat sich aus Bayern verabschiedet und wird nun auch wieder froh sein über ihr Zu Hause. Sie hat in der Zeit der Reha sehr viel gelernt und ist in Manchem große Schritte voran gekommen. Sie hat mich schon in Füssen damit überrascht, dass sie bereits in der Lage ist, ein paar Schritte ohne Krücken oder auch mit Krücken rück- oder seitwärts zu laufen. Das ist wiederum ein Meilenstein, ist es doch eigentlich von den noch vorhandenen Muskeln her bisher immer unmöglich gewesen. Sie hat viel im Wasser geübt und wird dies auch weiterhin tun. Da sind Bewegungen möglich, die ausßerhalb vom Wasser so nicht möglich sind, weil die Belastungen völlig anders sind. Heute hatten wir einen vollen Besuchs- und Sitzungstag, angefangen am Bodensee über einen Besuch bei Familie Braun in Gärtringen (auf dem Foto ist Nora mit Puschel zu sehen) bis nach Heidelberg, wo Puschel Gespräche hatte im Blick auf eine eventuelle spätere berufliche Reha bis hin nach Wetzlar, wo sie nun im Hotelbett ruhig schläft. Hier hatte ich heute ein dienstliches Treffen. Morgen geht es dann von hier aus nach Hause. Vielen Dank allen, die mit Gebet und Besuchen die Zeit der Reha begleitet haben. Für die Schmerz-Situation können wir nur weiter beten. Sie bracht noch immer zu viel Schmerzmittel. Am Montag (16.) ist nun der nächste Untersuchungszyklus in Berlin geplant, bei dem es wiederum darauf ankommt, dass kein “Krebs-Rückfall” alle Bemühungen und Fortschritte zunichte macht. Nur gut, dass wir wissen, dass alles in Gottes guten Händen liegt. Danke für eure Gebete auch in der nächsten Zeit!

 

19. März 2009

Einige haben jetzt schon sehr auf neue Nachrichten gewartet, weil sie wussten, dass am letzten Montag die Vierteljahresuntersuchung war. Das ist auch alles gut gelaufen, wir konnten sogar am gleichen Tag zurück nach Hause. Das Problem war, dass dadurch, dass wir “nur” ambulant in Berlin waren, die Auswertung etwas länger dauerte. Als die Berliner Ärzte sich bis heute nicht von allein meldetet, haben wir zwischendurch mehrfach dort angerufen. Puschel hatte bereits leise Befürchtungen, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte.

Leider ist genau das zutreffend! Wir haben heute Abend die Nachricht erhalten, dass es einen Befund in der Lunge gibt! Es gibt einige kleine, sehr kleine Herde in der Lunge, die für die Ärzte die direkte Verbindung zu dem früheren Tumor im Becken (Osteosarkon) absolut nahe legen. Die Metastasen sind (wenn es denn wirklich welche sind) noch sehr klein (etwa 3-5mm)Sie sind jedoch durch die hochauflösenden CT-Aufnahmen eindeutig sichtbar. Natürlich ist dies für uns und besonders für Puschel ein herber vor allem emotionaler Schlag. Es stehen sofort die schlimmsten Befürchtungen vor Augen. Ja, wir wissen, dass Gott die Dinge in seiner Hand hält. Wir wissen, dass ER es geben kann, dass sich das Ganze als etwas anderes (Rückstände einer kleinen Lungenentzündung o.a.) erweist. Und wir dürfen auch wissen, dass die Dinge selbst im schlimmsten Fall in Seiner Hand liegen.

Und wir wissen auch, dass ihr alle mit uns wieder verstärkt für alles beten werdet. Dafür schon jetzt vielen vielen Dank. Die Berliner Ärzte werden jetzt mit verschiedenen Spezialisten beraten, was zu tun ist. Eine erste klare Empfehlung für weitere Schritte wird es erst in der nächsten Woche am Donnerstag geben. Wir halten euch auf dem Laufenden!

 

23. März 2009

Wir können euch natürlich jetzt nichts Neues sagen, was die möglichen Metastasen in Puschels Lunge betrifft. Allerdings ging es Puschel ja in den letzten Tagen, wohl wegen einer (Virus-?)Infektion ziemlich “mittelprächtig”. Sie konnte gestern auch noch nicht in den Gottesdienst unserer Gemeinde kommen. Aber am Nachmittag wurde es dann zusehends besser. Abends konnte sie dann sogar Inge, eine Freundin aus Gießen, von der Bahn abholen. Jetzt hat sie wegen der Spuckerei usw. nach sehr langer Zeit mal wieder zwei Infusionen mit Flüssigkeit bekommen, damit der Wasserhaushalt irgendwie “auf dem Laufenden” bleibt. Aber ansonsten geht es wieder ganz gut. Und wir hoffen, dass sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen kann. Es ist ja enorm wichtig, dass die Fortschritte der Reha nicht gleich wieder im Nichts verschwinden... Wir werden in den nächsten Tagen Kontakt zu den Ärzten vor allem in Berlin haben - sie hat auch wieder ein paar Knochen-Probleme in der Beckenregion - und euch auf den neusten Stand bringen, sobald wie Neues wissen! Vielen Dank erneut für alle eMails und Signale eurer Verbundenheit und des Gebetes. Der Herr ist Herr über alles!! Wie gut!

 

26. März 2009

Heute haben wir Nachricht aus Berlin erhalten. Die Ärzte sind sich sicher, dass es das Beste sein wird, Puschel erneut einer Chemotherapie zu unterziehen. Da die Schatten in der Lunge ziemlich eindeutig als Metastasen des Osteosarkoms gedeutet werden, will man es nun mit einer Chemo in Tablettenform versuchen. Beim letzten Mal gesch dies ja über den Port in den Blutkreislauf. Man hat uns erklärt, dass hat  die Metastasen noch so klein sind, dass man operativ noch nichts machen kann. Wir haben einen Termin in Berlin am nächsten Donnerstag. Dort sollen wir noch einige Fragen stellen können und evtl. einige Untersuchungen machen. Da wir noch etliche Fragen haben, einige Dinge für uns noch nicht genügend geklärt sind, werden wir diesen Termin natürlich wahrnehmen. Wir hoffen und beten, dass Gott die noch offenen Dinge  für uns schon vorklärt. Und wir beten darum, dass ER es entweder so führt, dass am Ende keine erneute Chemo nötig wird oder Puschel dies nicht nur gut verträgt, sondern es besser wirkt, als vor und nach der großen OP (letzteres kann man ja nicht genau sagen). Es geht Puschel nach der Infektion wieder wesentlich besser. Leider ist sie im Moment sehr unsicher, was sie ihrem Becken zumuten darf und was nicht, da sie immernoch ähnliche Geräusche und Gefühle bei Bewegungen hat wie nach dem Bruch im letzten Sommer.

 

28. März 2009

Heute haben wir drauf gedrungen, noch einmal eine Aufnahme von Puschels Becken zu bekommen. Hier könnt ihr deutlich sehen, wie sinnvoll das war. Der Bruch des Wadenbeins in ihrem Becken, das ja vor einem halben Jahr schon einmal brach,  ist so gravierend, dass wir noch nicht wissen, wie es weitergehen wird. Wir hoffen, Anfang nächster Woche mehr zu erfahren. Puschel ist eigentlich mehr als sonst auf frische Luft angewiesen. Doch das ist sehr viel schwieriger geworden. Gott allein weiss, wozu das gut ist und wie es weitergehen kann! Wir wissen zwar noch nicht mehr, wollten es euch aber gleich wissen lassen.

Danke für eure Gebete!!!!! Sie sind eine grosse Ermutigung!!

 

1.Apri 2009

Morgen, am Donnerstag, haben wir nun erneut einen Termin in Berlin. Nachdem wir die letzten Aufnahmen von Puschels Becken haben und für die Statik im Becken sicherlich Handlungsbedarf besteht (es ist eben nicht nur der interponierte Knochen gebrochen, sondern auch die Statik des gesamten rechten Beckens verschoben), möchten wir gern eine eine fachliche Abwägung in Gang setzen. Es soll noch einmal abgewogen werden, was im Moment wichtiger ist: zuerst Beginn einer erneuten Chemo oder zunächste eine Stabilisierung des Beckens. Das Problem ist sicherlich, dass unter einer Chemo das Becken kaum stabilisiert werden kann. Das hätte zur Folge, dass Puschel wieder während der gesamten Chemo liegen müßte. Das wiederum würde alles an den Anfangsstand nach der Operation zurücksetzen mit allen Begleiterscheinungen für das Immunsystem und das Knochenwachstum usw. Dadurch würde aller Muskelaufbau in der Reha-Zeit usw. wieder zunichte gemacht werden. So liegt die ganze Sache einmal mehr ganz komplett in Gottes Hand. Es ist sicher auch nicht ganz abwegig, sicherheitshalber noch einmal eine CT-Untersuchung von der Lunge zu machen, um den Befund zu verifizieren. Aber das werden die Ärzte sicher besser wissen. Für uns ist aber auch klar, dass Gott mit solchen Schatten (verdichteter Zellsubstanz) in der Lunge umgehen kann. Er ist der Schöpfer. ER ist der Herr. Vielen Dank, wenn ihr einfach erst einmal für den morgigen Termin betet. Gott kann unseren Ärzten die nötige Weisheit schenken. ER kann auch die Dinge generell verändern! Und das ist mit Sicherheit kein Aprilscherz!! Danke für alles!

 

2. Apri 2009

Nun wollen wir euch so schnell wie möglich mitteilen, wie die Gespräche in Berlin verlaufen sind! Es ging ja zunächst um die Frage einer eventuellen erneuten Chemo. Hierfür hatten wir ein wirklich ausführliches Gespräch mit der dafür zuständigen Ärztin, die sich sehr viel Zeit nahm und alles genau erklärte. Das Ergebnis ist, dass Puschel nun in den nächsten Tagen mit der Tabletten-Chemo beginnen wird. Dies ist allerdings keine so aggressive Hochdosis, sodass zunächst nur geringe Nebenwirkungen zu erwarten sind. Das Gravierendste soll das Abfallen der Blutwerte sein, allerdings ist auch dies nicht sehr stark zu erwarten.
Da wir allerdings ähnliche “Voraussagen” bereits bei früheren Chemos gehört haben, beten wir darum, dass Puschel in diesen Nebenwirkungen wirklich im erwartetetn Bereich bleiben kann. Wir werden sicher hier später noch etwas mehr erklären.

Für alle Fragen im Blick auf Puschels Becken hatten wir anschließend ein ausführliches Gespräch mit Dr. Tunn, ihrem früheren Operateur. Dieser hat das Ganze mit dem Bruch zwar nicht auf die leichte Schulter genommen, aber insgesamt sehr locker gesehen. Der Knochen wird wieder zusammenwachsen. Für eine OP oder andere gravierende Eingriffe sieht er keine Berechtigung. Puschel darf trotz des Bruchs soviel Bewegung und Belastung haben, wie sie sich zutraut und ohne größere zusätzliche Schmerzen aushält. Diese Aussagen geben jetzt sehr viel mehr Sicherheit im gesamten Umgang mit allem. So kann Puschel an die frische Luft, kann weiter alles tun, was geht und muss eben nicht fest liegen. Wie gut, dass es Menschen gibt, die solche Erfahrungen haben...Er sagte, dass sich der Körper zu 90% selber heilt und wir nur einen kleinen Teil dazu beitragen können. Das ist ein Lob an unsren Schöpfer! So hatten wir einen wirklich guten Tag und wollen Gott danken für alle Entlastung und bitten, dass es mit den Tabletten gut gehen wird. Er kann es schenken, dass die Schatten in der Lunge geringer werden oder in drei Monaten weg sind. ER kann. Wie gut!

 

8. Apri 2009

Die erste Woche der Tabletten - Chemotherapie ist jetzt fast vorbei. Und wir können zumindest fürs Erste sagen: Puschel hat bisher alles gut vertragen. Ihr ist morgens oft übel, und sie braucht wieder länger, um in den Tag zu kommen. Aber es ist bisher alles erträglich. Sehr schön ist, dass sie durchgängig in der Lage war, die frische Luft, Saba und den Grizzly zu nutzen. Freilich geht alles nur langsam und vorsichtig, aber das ist ja nicht schlimm. Übrigens, inzwischen haben wir erfahren, dass Puschels “Wadenbein im Becken” schon gebrochen war, als sie - ihr seht es auf dem Bild hier links - am Bodenseehof den Studenten aus ihrem Leben berichtete. Und das heißt auch, dass sie die ganze Reha mit gebrochenem Wadenbein durchlaufen hat... Und da können wir wirklich noch dankbar sein, dass nicht noch Schlimmeres geschehen ist. Schwer zu verstehen, dass die Ärzte dort das Ganze nicht bemerkt oder beachtet haben... Nur gut, dass Gott alles unter Kontrolle hat!

Nun hoffen und beten wir darum, dass Gott alles irgendwie zum Guten wendet mit dem Becken. Und dass ER es schenkt, dass die Chemo wirkt und nicht zu viele “Collateralschäden” verursacht. wir halten euch auf dem Laufenden.

 

12. Apri 2009

Zur Zeit ist das Wetter so schön und Puschels Möglichkeiten, draußen zu sein, auch. Das tut ihr gut. denn heute wurde Annelie, eine Freundin, in unserer Gemeinde getauft. Den Gottesdienst konnte sie gemeinsam mit ihren Freunden aus Gärtringen gestalten helfen mit Gesang und Anspiel usw. So waren die letzten Tage fürPuschel sehr ausgefüllt. Und das tut ihr gut. Wie die Chemo (Tabletten) wirkt, können wir natürlich noch überhaupt nicht sagen. Es geht ihr nach wie vor erträglich gut mit den Tabletten. Und so ist es ihr möglich, am normalen Leben teilzunehmen. Nach wie vor hat sie viele Gespräche mit Menschen, meist Jugendliche, in unserer Gemeinde und darüber hinaus. Sie hat viele Möglichkeiten, in ihrer und durch ihre Situation anderen eine Hilfe zu sein. Und das ist auch das Ergebnis eurer vielen Gebete und Ermutigungen!! Vielen Dank!

 

19. Apri 2009

Zur Zeit gibt es nicht viel Neues zu berichten. aber das ist im Moment vielleicht auch gut so. Denn das bedeutet eben auch, dass es z.B. über die Chemo nichts Neues zu berichten gibt. Und das heißt: Puschel verträgt das alles weiterhin recht gut. sie ist verstärkt etwas mehr müde. Die Blutwerte sacken so langsam etwas weiter ab. Aber das hatten wir ja schon mal viel schlimmer (zur Zeit sind beispielsweise die Leukos bei 2.5). Gut ist, dass Puschel sich weiter vorsichtig bewegen kann und darf. allerdings geht es nicht so gut wie vor der Reha, wo das Becken noch nicht so verschoben war. sie kann z.B. nicht mehr oder noch nicht wieder reiten, ohne, dass bestimmte Partien ihres Beins taub werden. Gut ist aber eben doch, dass sie draussen an der frischen Luft sein kann. Denn das ist für ihr Immunsystem von großer Bedeutung. Nachdem Puschels Gärtringer Freunde vor einigen Tagen wieder abgereist sind, war nun ihre Freundin Eva mit Freund Johann hier und haben mit ihr gemeinsam die Ruhe und die Natur genossen. Jetzt wird es wohl wieder etwas ruhiger in Bülow sein.

 

25. Apri 2009

Jetzt werden doch die Blutwerte durch die Chemo-Tabletten schneller schlecht als gedacht. Man hatte uns gesagt, dass dies, einhergehend mit zunehmender Schwäche, erst nach etwa 5 Monaten eintreten würde... Sie ist jetzt doch schnell so schwach, dass die Freude an Aktivitäten schnell nachlässt. Schön ist für sie, dass das Wetter jetzt hier im Norden so anhaltend schön ist und sie doch oft draussen sein kann, auch wenn sie oft nur im Rollstuhl liegt. Ihre Blickrichtung ist so wieder mehr die nach oben... in jeder Hinsicht. Bildlich, was die Blickrichtung ihrer Augen betrifft, seht ihr es an dem Foto der Kirschblüten oben. Und bildlich, was die Blickrichtung des Herzens anbetrifft, ist es der Blick auf unseren Herrn, der alles in seiner Hand hat. Es ist ein grosses Geschenk für uns alle, dass nach wie vor Viele für sie beten und sie immer noch so viele Zeichen dieser Verbundenheit bekommt. Immer wieder wird sie von Menschen angesprochen, die sie überhaupt nicht kennt, die ihr aber sagen, dass sie, allein oder in der Gemeinde, für sie beten. Dieses “Wunder der Gemeinde Jesu” ist unglaublich stärkend und mutmachend! Gott segen jeden von euch!

 

29. Apri 2009

Im Moment ist wieder nicht wirklich Neues zu berichten. Aber auch das ist ja nach wie vor nicht schlecht. Puschel geht es relativ gut. Die Blutwerte sinken jetzt nur noch langsam (allerdings wie bereits gesagt, weiter auf einem recht geringen Niveau – Leukos z.B. knapp über 2.0). Es stellt sich jetzt aber z.B. die Frage, wie Puschels Möglichkeiten sind, sich im „normalen Leben“ zu bewegen. Sie hat das Angebot von dem Inhaber des benachbarten Schlosses in Schorssow, im dortigen Schwimmbad Wassertherapie zu machen. Sie hat dies jetzt auch bereits einige Male nutzen können, wofür wir sehr dankbar sind. Aber wenn das Blut noch schlechter wird, stellt sich die Frage, ob sie das weiter tun kann. Denn die Infektionsgefahr wird logischerweise immer größer. Puschel kann nach wie vor viel in der frischen Luft sein, weil hier im Norden das Wetter im Moment sehr sonnig und schön ist. Dafür sind wir sehr dankbar.

 

16. Mai 2009

Hierher gehört der Brief, den Puschel am 10. Maiᅠgeschrieben hat.

 

16. Mai 2009
Oben könnt ihr sehen, dass Puschel ein paar schöne Tage vor sich haben darf. Sie kann für eine Woche in
 Holsby Brunn in Schweden einige der alten Freunde aus der Zeit, bevor sie in El Salvador war, besuchen. Das Wetter ist schön, Puschel kann sich bewegen. Sie ist nicht mehr, wie noch vor einem Jahr, völlig auf den Rollstuhl angewiesen. Sie hat zwar immernoch starke Schmerzmittel nötig, damit sie  am normalen Leben teilhaben kann. Aber wir können dankbar sein, dass sie diese so bekommt, wie sie sie braucht. Die Chemotabletten verträgt sie doch recht gut. Die Blutwerte halten sich auf einem permanent niedrigen Niveau. Aber wenn man vorsichtig ist, dann geht es auch. Natürlich ist ein Restrisiko dabei. Doch würde das Sitzen in den 4 Wänden zu Hause für ihre Gesamtkonstitution nicht gerade besser sein. So darf sie sich, zumindest, was ihre “normalmedizinischen” Werte betrifft, weiter stabilisieren. Wir werden in etwa vier Wochen sehen, wie es wirklich ist. Dnn sind die nächsten Untersuchungen in Berlin. Wie es sich mit dem Knochenaufbau und der Statik ihres Beckens verhält, können wir dann erst sehen, wenn wieder neue Aufnahmen zur Verfügung stehen. Von ihrem Gefühl her aber scheint es langsam auch besser zu werden. Bei allem ist das Beste, zu wissen, dass Gott die Dinge in der Hand hat. Und es ist wirklich schön, dass ER auch solche schönen Tage schenkt. Danke für euer Gebet und eure treue Begleitung!

 

21. Mai 2009

Puschel wurde an dem Abend, als sie den Studenten in der Fackeltr¦ger Bibelschule von Holsby Brunn aus ihrem Leben erzählte, von einem Studenten gefragt, wie denn die Prognose im Blick auf den Krebs in ihrer Hüfte wäre. Wie sind die Aussichten, wie die Chancen auf Heilung?? Sie konnte dort nur sagen: Ich weiss es nicht. Medizinisch-menschlich sind sie nach dem Auftreten von Metastasen ziemlich schlecht. Niemand von uns weiss, wie es weiter gehen wird. Und wir können nur von einer großen Untersuchung bis zur nächsten denken und planen. Puschel hat dann aber auch gesagt: Ich bin dankbar für jeden neuen Tag. Ich nehme alles aus Gottes Hand, was er schenkt. Ich kann ja nur abwarten, wie es weitergeht. Doch ich weiss auch, dass die medizinisch-menschliche Sichtweise nur die eine Seite der Realität ist. Denn ich weiss: Gott hält mich und alles, was mit der Krankheit zusammenhängt, in seiner Hand.
Es ist gut, zu sehen, dass Gott Puschel eine grosse Grundgelassenheit in das Leben hinein mit gegeben hat. Sie hat eine natürliche Gabe, Dinge auch einfach einmal auf sich zukommen zu lassen. Wir haben auch andere Krebspatienten erlebt, die das so konnten. Das ist ein Geschenk. Doch es führt nur bis zu dem Punkt, an dem man sagt: Du kannst eh nix dagegen tun, also, nimm den Tag so, wie er kommt. Das Beste aber ist, dass Puschel die Dinge eben nicht nur als sowieso unabänderliches Schicksal nehmen muss, sondern weiss, dass Gott mit ihr und mit ihrer Krankheit einen Plan hat und weiss, was ER tut. Das ist bei weitem mehr, als die natürliche Gabe, die Dinge positiv und optimistisch zu sehen. Denn hier kommt das Vertrauen zum Tragen, dass sie zu ihrem Vater im Himmel haben kann. Und das gibt allem eine Richtung, die aus den Vergänglichkeiten unseres Lebens hinaus weist - hinein in die Ewigkeit und damit die Wirklichkeit unseres Vaters im Himmel. Die Geschwister hier in Holsbybrunn haben Puschel offensichtlich nach wie vor als Teil ihrer Familiy fest in ihrem Herzen! Und viele von euch auch! Und das tut unendlich gut. Vielen Dank immer wieder dafür!!

 

27. Mai 2009

Heute hat Puschel ihren 26. Geburtstag. Und wir danken Gott für jeden Tag, den ER ihr und uns mit ihr schenkt. Es sind auch immer wieder Tage dabei, in denen sie gern Seine Größe und Liebe zu uns Menschen verkündigen kann. Sie erzählt aus ihrem Leben, wenn sie darum gebeten wird, gern, obgleich sie nie gern vor vielen Menschen steht. Aber es ist immer ihre Dankbarkeit gegenüber Gott und ihre Liebe zu IHM. Und es ist in der Tat ein Wunder, dass sie diesen 26. Geburtstag erleben kann. Wenn man bedenkt, dass sie am 24. Geburtstag nur wenig Chancen hatte, den Krebs zu überleben. Wir wissen auch jetzt noch absolut nicht, wie es weitergeht. Denn die Zukunft liegt in Gottes Hand. Die Metastasen, die bei den letzten Untersuchungen in ihrer Lunge gefunden wurden, machen nicht gerade Mut. Und die nächsten wichtigen Untersuchungen sind in etwa drei Wochen dran. Bei allem aber dürfen wir wissen, dass Gott ihr Leben auch im neuen Lebensjahr in Seiner Hand hält, und das Tag für Tag. Jeder Tag ist Sein besonderes Geschenk. Und jedes Lebensjahr erst recht.

Am Freitag möchte Puschel gern mit der Jugend unserer Gemeinde wieder zum Pfingstjugendtreffen nach Aidlingen fahren. Und es sieht alles so aus, als würde das auch gehen. Es wäre schön, wenn ihr mit dafür beten könntet, dass es während dieser Zeit keine Komplikationen gibt und sie auch die lange Fahrt gut übersteht. Die Dinge, die für uns fast selbstverständlich sind, sind es für sie eben nicht.

Eins belastet sie immer wieder ein bisschen: Sie sagte gestern: “Papa, ich muss noch eMails beantworten, die schon monatelang in meinem Postfach sind...”. Da habe ich nur gesagt: “Schreibe immer, soviel du kannst, sie werden es verstehen...” Und ich hoffe, ihr versteht es, wenn es soooo lange dauert, falls ihr ihr geschrieben habt, aber noch keine Antwort da ist. Für sie ist dennoch jede Mail und jedes Gebet eine Ermutigung! Vielen Dank!

 

01. Juni 2009

Heute wollen wir euch mitnehmen auf die letzte Reise, die wir gemeinsam gemacht haben: Puschel mit der Jugendgruppe unserer Gemeinde - erneut zum Pfingstjugendtreffen in Aidlingen. Es war für Puschel richtig wichtig, dabei zu sein. Und es ist immer wieder nicht selbstverständlich, wenn es dann tatsächlich etwas wird. Aber alle die Freudne im Süden Deutschlands wieder zu sehen, bedeutet ihr doch sehr viel. Sie war wieder bei einer befreundeten Familie in Gärtringen, diesmal bei Baders, wunderbar untergebracht. Die anderen Jugendlichen durften in Zelten (die Jungs) oder in festen Massenunterkünften (die Mädchen) schlafen. Kurz: Gott hat Puschel die Kraft und einen guten Zustand erhalten, dass sie die Tage wirklich komplett erleben und genießen konnte - und das bei einer Menschenansammlung von 6000 Jugendlichen!! Das ist ein wirklicher Grund zur Freude und zur Dankbarkeit. Überdies gab es eine Menge an geistlich-biblischem Input. Wenn ihr mögt, schaut einfach mal im Internet unter www.jugendttreffen-aidlingen.de nach. Erneut ist deutlich geworden, dass Gott gute Gedanken über uns hat. Das, was ER gibt, ist einfach das Beste, was uns geschehen kann, auch, wenn wir es nicht immer gleich merken... Ihr könnt euch sogar dort Predigten, z.B. von Hans-Peter Royer (Leiter der Fackelträger am Tauernhof in Österreich), aber auch alle anderen herunterladen. Das ist nun auch für die nächste Zeit wichtig. denn in 14 Tagen stehen die nächsten Untersuchungen im Blick auf den Krebs an. Es hat uns wirklich erneut berührt, dass sich immer wieder viele viele junge und ältere Freunde und oft auch uns Fremde  hier auf dieser Seite nach Puschels Ergehen erkundigen. Danke danke dafür! Danke für alle Gebete. Danke für eure Treue! Gott segne euch! Wir lassen euch wissen, wie es weitergeht!

 

10. Juni 2009

Im Moment geht hier der Alltag wieder seinen Gang. Puschel hatte innerhalb der letzten zwei Wochen eine Menge Besuch und war sehr aktiv. Jetzt ist etwas Ruhe eingekehrt, und sie hat sich um manchen Bürokram zu kümmern. Mehr und mehr steht die Frage, ob es irgendwann - oder auch evtl. noch in diesem Jahr (?) mit einer Zusatz-Ausbildung etwas werden kann. Puschel möchte es zwar gern. Doch vorher müssen einige Dinge im Blick auf den Krebs und auch im Blick auf den Zustand ihres Beckens klar sein. Wenn, dann wird sie ziemlich komplett selbständig leben können müssen. Sie würde eine solche Ausbildung bezahlt bekommen. Aber das geht erst, wenn sich noch mehr Stabilität einstellt. Vielleicht könnt ihr dafür einfach mit beten. Wir wären euch sehr dankbar. Vor zwei Tagen ist sie im Gelände über einen Baumstamm gefallen und hat sehr unglücklich einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen. Offensichtlich ist jedoch nichts Gravierendes geschehen, sodass sie nur eine Beule am Hinterkopf hat. Eine Information, die viele von euch interessieren dürfte, ist, dass die nächste Untersuchung in Berlin, nun nicht für den 16.6., sondern erst für den 25. Juni angesetzt ist. Da wird sich dann vielleicht etwas genauer zeigen, wie ess im Blick auf Metastasen und Krebs zur Zeit steht. Danke, dass ihr weiter hier hereinschaut!!!

 

18. Juni 2009

Jetzt können wir euch mal wieder was Neues berichten: Puschel beginnt so langsam wieder, ihr rechtes (kaputtes) Bein zu belasten. Das muss, wie ihr wisst, sehr vorsichtig geschehen, aber es gut, wenn es auch hier wieder ein wenig vorwärts geht. Ihr seht sie oben auf den Bildern beim “Ausführen” ihres Pony´s. Da sitzt sie noch auf dem Quad. Das war vorgestern. Gestern hat sie sich vorsichtig mal wieder selbst “richtig” aufs Pferd gewagt. Bevor die wirklich etwas dramatischen Röntgenaufnahmen von dem letzten Bruch im Becken gemacht wurden, wurde ihr rechtes Bein beim Sitzen auf dem Pferd taub. Der gestrige und heutige Versuch auf dem Pferd war positiv. Dennoch ist natürlich weiter Vorsicht geboten. Aber es motiviert sie natürlich.

Nun müssen wir am 25., also in einer guten Woche, wieder nach Berlin zur nächsten kompletten Krebsuntersuchung. Da gehts dann, mehr noch als beim Reiten oder dem Becken, ums Ganze. Danke, dass ihr im Gebet dabei seid!

In der ersten und zweiten Augustwoche gibt es in Schweden bei den Fackeltr¦gern eine Jugendfreizeit für 14-17jährige. Dort ist Puschel als Mitarbeiterin geplant. Würdet ihr mit darum beten, dass es dann tatsächlich möglich wird? Und dass sie dann auch Weisheit und Konzentration hat? Falls noch jemand mitfahren möchte (wie gesagt 14-17Jahre!), dann meldet euch bei Puschel. Einige wenige Plätze gibt es noch.

 

18. Juni 2009

Jetzt können wir euch mal wieder was Neues berichten: Puschel beginnt so langsam wieder, ihr rechtes (kaputtes) Bein zu belasten. Das muss, wie ihr wisst, sehr vorsichtig geschehen, aber es gut, wenn es auch hier wieder ein wenig vorwärts geht. Ihr seht sie oben auf den Bildern beim “Ausführen” ihres Pony´s. Da sitzt sie noch auf dem Quad. Das war vorgestern. Gestern hat sie sich vorsichtig mal wieder selbst “richtig” aufs Pferd gewagt. Bevor die wirklich etwas dramatischen Röntgenaufnahmen von dem letzten Bruch im Becken gemacht wurden, wurde ihr rechtes Bein beim Sitzen auf dem Pferd taub. Der gestrige und heutige Versuch auf dem Pferd war positiv. Dennoch ist natürlich weiter Vorsicht geboten. Aber es motiviert sie natürlich.

Nun müssen wir am 25., also in einer guten Woche, wieder nach Berlin zur nächsten kompletten Krebsuntersuchung. Da gehts dann, mehr noch als beim Reiten oder dem Becken, ums Ganze. Danke, dass ihr im Gebet dabei seid! Wir haltten euch auf dem Laufenden!

In der ersten und zweiten Augustwoche gibt es in Schweden bei den Fackeltr¦gern eine Jugendfreizeit für 14-17jährige. Dort ist Puschel als Mitarbeiterin geplant. Würdet ihr mit darum beten, dass es dann tatsächlich möglich wird? Und dass sie dann auch Weisheit und Konzentration hat? Falls noch jemand mitfahren möchte (wie gesagt 14-17Jahre!), dann meldet euch bei Puschel. Einige wenige Plätze gibt es noch.

 

25. Juni 2009

Jetzt sind wir in Berlin, die Untersuchungen sind heute gelaufen. Allerdings werden wir die Ergebnisse erst morgen erfahren und sie euch folglich dann auch erst mitteilen können. Das werdet ihr dann morgen Abend oder übermorgen hier lesen...

Heute möchten wir euch einmal zeigen, wie Puschel seit ihrer OP versucht, “auf die Beine zu kommen” und sich darauf zu halten. Das geht bei ihr nur deswegen, weil sie das rechte Bein feststellen kann mittels einer Schiene bzw. Manschette, die den Fuß im rechten Winkel hält. Ansonsten würde der Fuß, der ja keinen (Ischias-) Nerv mehr hat, laufend (diesmal im wahrsten Sinn des Wortes...) nach unten klappen. Die Manschette hält ihn im Winkel, sodass das Laufen erst richtig möglich wird. Ein großes Problem ist, dass durch das Fehlen des Nervs dieses Bein auch nicht mehr so gut mit Blut versorgt und dieses deswegen sehr schnell sehr kalt wird. Puschel merkt viele Dinge dort leider nicht oder erst sehr spät. Aber sie kämpft sich Tag für Tag mit einer großen Gelassenheit und Freunde durch. Und das macht auch allen um sie herum immer wieder Mut. Daran wollten wir euch heute einmal teilhaben lassen. Wie gesagt: Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

26. Juni 2009

Gerade sind wir wieder zu Hause und wollen euch alle gleich wissen lassen, wie es in Berlin gelaufen ist. Puschel wird dort wirklich jedes Mal sehr freundlich behandelt und aufgenommen. Es gab Zeit genug, mit den Ärzten zu reden, sodass alle Fragen auch wirklich immer geklärt werden können. Das gibt natürlich ein etwas sichereres Gefühl.
Das Ergebnis: Das, was beim letzten Mal als Metastasen identifiziert werden musste, ist nicht mehr da!! Es gibt ein paar Schatten in der Lunge, die aber sehr sicher von irgendeiner Entzündung (Erkältung, Lungenentzündung o.a. herrühren und nichts mit dem Tumor zu tun haben. Das bedeutet: Wir dürfen (zumindest fürs jetzt einmal) von Herzen Gott danken, dass ganz offensichtlich nichts irgendwie schlechter, sondern sehr offensichtlich besser geworden ist. Das Tumorgewebe ist ja das allergrößte Problem. Und da ist es jetzt sichtbar besser als zuvor. Halleluja! Vielen Dank, Vater im Himmel! Im Becken hat sich allerdings nichts geändert. Der starke Bruch der Fibula (Wadenbein) besteht noch genauso wie vor drei Monaten. Puschel muss also weiterhin sehr vorsichtig mit dem Laufen (und Reiten usw.) sein. Sie soll und darf alles so belasten, wie es für sie erträglich und gut erscheint, aber eben vorsichtig und verantwortungsvoll. Die Fachärzte sind sicher: Das wird zusammenwachsen! Nun hoffen wir schon sehr, dass das möglichst bald geschieht, auch, damit die Schmerzen und damit die Notwendigkeit von Schmerzmitteln geringer werden.
Vielen Dank für all eure Liebe und Fürsorge und Fürbitte. Wir hoffen, euch in einigen Tagen noch einige andere Ausblicke geben zu können... Und auch mit Fotos werden wir euch auf dem Laufenden halten...

 

20:00 –

Puschel hat (zu stark) erhöhte Temperatur. Ob ihr mit dafür betet, dass das schnell runter geht? Danke!!

27. Juni 2009

Eine kurze Aktualisierung von heute: Mit der Temperatur ist es nicht wirklich besser. Darum haben wir  Berlin kontaktiert. Die haben inzwischen herausbekommen, dass Puschel eine Infektion der Harnwege hat. Darum bekommt sie nun für eine Woche ein recht starkes Antibiotikum. Die Chemo wird zunächst  für eine Woche ausgesetzt. Man hofft, dass sich so auch das Blut ein wenig erholen kann. Es ist im Moment in diversen Bereichen sehr schlecht. Insgesamt ist sie schwach, aber es geht ihr gut.

17:00
Wegen einer Infektion  braucht Puschel wieder Wasser. Wir hoffen sehr, dass das schnell besser wird und sie nicht ernsthafter geschwächt wird....

 

29. Juni 2009

Einen Tag lassen wir die Hauptmeldung noch stehen. Aber ein kurzes Update sollt ihr dennoch bekommen: Mit der Temperatur ist es jetzt wieder in Ordnung. Puschel bekommt ja jetzt ein Antibiotikum und für diese Woche keine Chemo. Sie ist zwar weiterhin schlapp und oft von Übelkeit geplagt. Doch im Ganzen ist alles ok. Dafür sind wir sehr dankbar. So ist ihr das Krankenhaus erspart geblieben... Jetzt genießt sie die Zeit mit ihrem kleinen Bruder, der in zwei Monaten wieder nach Äthiopien geht.

 

03. Juli 2009

Immer wieder können wir im Moment nur dankbar sein, dass die letzten Untersuchungen so positiv waren. Allerdings beschäftigen uns zur Zeit die Blutwerte doch ziemlich. Die letzten Untersuchungen deuteten zusätzlich auf eine Virusinfektion hin. Wir sind dankbar, dass wir ständig Kontakt zu den Ärzten in Berlin haben können und unser Hausarzt so verständnisvoll und entgegenkommend ist. Puschel ist heute zu eingehenden Untersuchungen in der Stadt. Und wir hoffen, dass diese genaueren Aufschluss geben über die Ursache von Fieber und schlechten Blutwerten. Dass sie sich im Moment sehr schnell so schlapp fühlt, liegt ja auch in erster Linie daran. Insgesamt aber geht es doch recht gut, und wir hoffen, dass sich alles ein bisschen stabilisiert. Puschel ist immer wieder auch mit der Jugend unserer Gemeinde zusammen. Jede Woche hat sie einige Mädchen hier, um mit ihnen in der Bibel zu studieren und eingehend darüber zu reden. Über alle Entwicklungen werdet ihr natürlich auf dem Laufenden gehalten.

 

06. Juli 2009

Es ist ja gut, dass wir euch schon lange keine Bilder vom Krankenhaus mehr präsentieren mussten. Heute aber ist es mal wieder so weit. Puschel hatte richtig schlechte Blutwerte. Sie war schwach und blass und hat Defizite in fast allen Bereichen des Bluts. Heute bekam sie in Teterow einen tüchtigen Schuss rote Blutkörperchen. Das hat alles sehr gut funktioniert. In Teterow ist sie wieder sehr freundlich behandelt worden und konnte abends wieder nach Hause. so sind wir froh, sie wieder mit roten Lippen und durchaus kräftiger wieder hier zu haben. Leider wissen wir immer noch nicht, woher das Fieber, das sie nun schon zu lange hat, kommt. Dafür sind noch einige Untersuchungen in den nächsten Tagen nötig. An den Bildern könnt ihr sehen, dass hier nebenher eine Menge los ist. Eine Gruppe von englischen Fussballern und Missionaren ist hier, um mit unseren Kindern und Jugendlichen Fussball zu spielen und über ihren Glauben zu reden. Schön, dass Puschel dies gut wahrnehmen und wieder mal richtig englisch reden kann... Wenn es in ihrem Zustand Neues gibt, werden wir es euch wissen lassen. Gott sehne euch.

 

11. Juli 2009

Es ist zwar um Puschel herum viel passiert in den letzten Tagen. Doch leider hat sich bei ihr nicht viel verbessert. Nach wie vor hat sie das Fieber, von dem bisher niemand weiss, woher es kommt. In der letzten Woche hatte sie etliche Untersuchungen in Teterow. aber auch die haben nichts Neues gebracht. Sie bekommt ein anderes Antibiotikum. Aber auch das hat nichts verbessert. So bleibt uns nun nur die Möglichkeit, nach Berlin ins Krankenhaus zu fahren, damit Puschel dort noch einmal eingehend untersucht wird. Dies wird einige Tage dauern, sodass wir euch auch in den nächsten Tagen noch keine Ergebnisse liefern können.

Wir beten einfach darum, dass Gott sie bewahrt und dass man in Berlin herausbekommt, woran es liegt, dass sie nun schon seit mehr als zwei Wochen mit schwankendem Fieber kämpft. Es ist ja auch immer eine böse Begleiterscheinung, dass sie bei Fieber das Nervenzucken im rechten Bein bekommt. Und dies ist so schmerzhaft wie lauter Elektro-Schocks. Vielleicht können wir euch bald mehr berichten. Mögen wir Jesus treu bleiben und seine Liebe und Frieden genießen. Er weiß was Er tut. Fangt nicht an das anzuzweifeln... Er hält das Universum in seiner Hand! Könnt Ihr euch  vorstellen wie groß Er ist? Ich nicht! Da gibts nichts vergleichbares. Seine Gedanken sind viel größer als unsere Gedanken... Danke, dass ihr so treu betet.

 

11. Juli 2009

Auf den Fotos oben seht ihr alt bekannte Bilder: Puschel ist im Krankenhaus in Berlin! Wir müssen der Sache mit dem Fieber auf den Grund gehen. Die Ärztin dort, die sich sehr für eine kurzfristige stationäre Aufnahme dort stark gemacht hat, hat gleich die nötigen Schritte für umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Da Puschel auch undefinierbare Flecken an der rechten Beckenseite hat, wird nun auch noch mithilfe von CT-Aufnahmen von Becken und Lunge genauer geschaut, ob irgendwelche Veränderungen zu verzeichnen sind. Eine genaue differentiale Blutanalyse hat nun als Erstes allerdings ergeben, dass sie eine schwere Infektion irgendwo im Körper hat. Wo, das muss nun herausgefunden werden. Sie bekommt aber nun bereits eine intravenöse (also dierekt ins Blut gehende) Antibiose, damit die Infektion zunächst einmal so schnell wie möglich gestoppt wird. Es sollen auch sog. Blutkulturen aufgezogen werden, an denen man noch genauer identifizieren kann, wo die Infektion lieg und woher das Fieber kommt. Nahezu ausgeschlossen ist nun allerdings (und das ist zunächst eine gute Nachricht), dass das Fieber eine Folge von bösartigen Krebszellen ist. 
So hoffen und beten wir nun, dass dies genauer lokalisiert werden kann. Wenn weitere Deteils vorliegen, geben wir sie euch hier sehr schnell bekannt. Auf jeden Fall wird Puschel (nicht gerade zu ihrer Freude...) mindestens bis Montag in der Klinik bleiben müssen.

 

13. Juli 2009

Gerade sitze ich noch bei Puschel im Krankenhaus in Berlin und habe sie sagen gehört (mit einer kleinen Träne im Auge): Ich habe fast keine Kraft mehr, immerzu so krank zu sein.... Heute wurde ihr unter dem CT-Gerät eine sogenannte Meningozele  (das ist eine Ausstülpung unterhalb des Steißbeins, die immer auch in der Gefahr steht, labil zu werden und zu reißen) punktiert. Das heißt, es wurde Zellsubstanz von dort entnommen, um sie zu analysieren. Sie hat um diesen Bereich herum (rechte Beckenhälfte hinten) einige gerötete und zuletzt immer härter werdende Flecken, deren Herkunft völlig unklar ist. Es wird nun alles untersucht, um irgendwie die Entstehung des Fiebers zu lokalisieren. Das Fieber ist durch die recht starke Antibiose ausgeschaltet. Doch ist damit ja noch nicht klar, woher es kam (und evtl. wiederkommt).

Wir sind natürlich froh, dass man offensichtlich gewillt ist, der ganzen Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Und wir beten wirklich, dass das Fieber “nur” die Folge einer (wo auch immer angesiedelten) Infektion ist und nicht die Folge eines sog. Rezidivs oder Sekundärtomors. Denn das würde wieder neu den Beginn von harter Chemo und allen damit verbundenen Strapazen bedeuten. Danke, dass ihr mit uns betet. Betet bitte auch um neue Kraft für Puschel. Irgendwann ist die wirklich mal aufgebraucht... Vielen Dank!!

 

17. Juli 2009

Bilder können wir euch im Moment nicht viele neue zeigen. Die “Nachrichtenlage” ist diffus..., weil es sehr viele Fragen gibt, aber noch keine richtigen Antworten. Die Ärzte versuchen, der Infektion auf die Spur zu kommen. Und so heisst es im Moment immer wieder nur: warten. Das Antibiotikum, das Puschel seit 7 Tagen per Tropf bekommt, ist am Montag zu Ende. Aber leider ist nicht klar, ob es überhaupt etwas Positives bewirkt. Denn die Blutuntersuchungen haben nun heute ergeben, dass keine Infektion irgendwo lokalisierbar ist. Der Port scheint in Ordnung zu sein - er ist immer wieder die erste Adresse, wenn man “einen Schuldigen” sucht. Die Meningozele hat auch keine Infektion. So bleibt die Frage von immer wechselnden Lungenbefunden, die im Moment eher auf eine Infektion hingedeutet haben, im Blut ist jedoch keine (mehr) sichtbar. So sind die Ärzte offensichtlich recht ratlos, auch im Blick auf die Flecken am Becken (reimt sich sogar...:-)) Sie haben heute beschlossen, Puschel am Montag am Becken zu operieren, um eine Gewebeprobe zu entnehmen, die Aufschluss darüber geben soll, ob im Bereich des einstigen Tumors nun doch wieder irgendetwas Tumorartiges gewachsen ist!

So sind wir wieder einmal  an dem Punkt, an dem wir Gott um Bewahrung und ein Wunder bitten müssen. Denn sollten dort Krebszellen oder gar einige kleinere Tumore gefunden werden, würde das bedeuten, dass Vieles (Chemo usw.) von vorn beginnen müsste. Aber wir haben einen großen Herrn...!!

17:00 Uhr:

 Puschel ist wohlauf von der OP zurück. Sie war schon bald danach wieder recht fit. Bei der Visite am Nachmittag hat Dr. Tunn (der Chirurg, der Puschel schon vor fast 2 Jahren operiert hat) ihr natürlich gesagt, dass er nicht ausschließen kann, dass das entnommene Gewebe tumorös sein könnte. Was sollte/könnte er auch sonst sagen. Wir müssen jetzt die Analysen abwarten. Dies kann zwischen 5 und 10 Tagen dauern. Und natürlich halten wir euch darüber auf dem Laufenden. Wie gut, dass wir wissen, dass auch das alles in Gottes Hand liegt. Es wird jetzt wieder einmal sehr spannend werden. Danke, dass wir so einfach mit euren Gebeten rechnen dürfen. Puschel würde so gern Anfang August zur Jugendfreizeit in Schweden mitfahren. Aber natürlich richtet sich alles im Moment nach dem, was überhaupt möglich sein wird. Gott weiß es. Der Predigttext im gestrigen Gottesdienst steht in Matth 28. Dort steht u.a : Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden, wirklich alle!!

 

20. Juli 2009

Kurz zu eurer Information heute. Puschel ist jetzt gerade in der Operation (10:00 Uhr). Wir werden euch heute Abend noch eine neuere Info geben, sodass ihr mit allen News versorgt seid. Danke, dass ihr weiter für sie betet und ihr so zur Seite steht. Es ist immer eine ganz große und besondere Erfahrung für uns alle, so viele Freunde und Geschwister im Gebet hinter ihr/uns zu wissen. Es ist großartig, so die Familie Gottes zu erleben.

Wir werden heute auf jeden Fall noch keine Untersuchungsergebnisse dieser Biopsie erhalten. Aber sobald diese vorliegen, werdet ihr sie natürlich erfahren.

 

21. Juli 2009

Es war ja nur ein kleiner Eingriff, aber immerhin mit Vollnarkose. Puschel war aber bereits am Nachmittag so fit, dass sie an die frische Luft wollte. So haben wir einen ausführlichen Spaziergang gemacht. Nun hoffen und beten wir nur, dass das Portsystem, über das sie hin und wieder ihr Schmerzmedikament bekommt und auch sonst viele  Medikamente, nicht bakteriell verunreinigt ist. Sonst müßte der Port auch noch durch eine weitere Operation entfernt werden. Seit heute hat sie eine neue, 19 Jahre alte Zimmernachbarin, Linda, bei der “alles” gerade losgeht. Wenn ihr für sie beten mögt, dann am besten dafür, dass Gott sie bewahrt und den Ärzten Weisheit für die richtigen Entscheidungen gibt. Wenn Puschels Port bleiben kann, darf sie voraussichtlich am Donnerstag nach Hause.

 

27. Juli 2009

Gehofft haben wir wirklich, dass Gott diesen Kelch an Puschel vorübergehen lassen möge. Doch nun kam heute tatsächlich die Nachricht, dass man in ihrem Becken ein Rezidiv, also  neu gewachsene Krebszellen und - gewebe gefunden hat. Und das wird wohl weitreichende Folgen haben. Puschel muss jetzt überlegen, ob sie, wie von den Ärzten empfohlen, sofort mit einer wiederum ziemlich harten Chemo beginnt, oder ob sie damit erst noch warten kann. Sie würde so gern erst einmal die Freizeit in Schweden und die Hochzeit ihrer Freundin mitmachen. Aber wir wissen nicht, was jetzt unbedingt dran ist.  Morgen sollen wir in Berlin bescheid geben, wie wir es in den nächsten Wochen machen wollen. 
Wenn ihr noch könnt, dann betet bitte einfach mit uns darum, dass Puschel ganz deutlich wird, was jetzt das Richtige ist. Es wäre eine wichtige Ermutigung für die Jugendlichen, und es wäre für sie selbst sehr wichtig, wenn sie erst einmal Schweden erleben könnte, bevor sie möglicherweise wieder neu in die Niederungen von Chemo und Übelkeit und allen möglichen anderen Begleiterscheinungen hinabsteigen müsste. Aber wir brauchen, wenn Gott dies nun so führt, auch Seine Leitung. Ein wenig fehlt das Verständnis für Gottes Wege. wie auch? Sind doch Seine Wege  und seine Gedanken höher als unsere. Dennoch was wäre besser, als IHM zu vertrauen? Wenn ihr weiter mit uns vertraut, dann ist das eine wirklich große Hilfe!! Danke euch allen!

 

29. Juli 2009

Nun ist die Entscheidung gefallen: Morgen geht es los mit der ersten Chemo! Das heißt, Puschel muss morgen in Berlin sein und bekommt zunächst einige Untersuchungen und eine Vorspülung. Dann wird für 5 Tage wieder die “ekelhafte”, aber hoffentlich doch hilfreiche “Suppe” laufen. Dabei hoffen und beten wir, dass Puschel die ganze Sache so gut verträgt, dass in der nächsten Woche vielleicht doch Schweden noch möglich sein wird und später dann auch die Hochzeit. Aber ihr kennt ja Puschels bisherige Reaktionen auf die Chemos. Doch auch jetzt hat Gott alles in der Hand, das wissen wir. Das Schwierige ist halt, dass wir oft nicht wissen, was Er vorhat.
Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten. Vielen Dank erneut für alle Signale der Fürbitte und des Mittragens!

 

31. Juli 2009

Dear friends, Heute können wir euch nur eine provisorische Seite präsentieren. Aber wir möchten euch doch gern zeitnah informieren, wie es Puschel während der ersten Chemo und vor allem danach geht. Sie bekam gestern eine 10-Stunden-Spülung. Heute morgen begann der erste Teil der ersten Chemo. Puschel war danach etwas müde, aber das mag zum einen durch die Mittagszeit und zum andern durch die lange Zeit des Liegens im Bett kommen.. Am Nachmittag kam dann der zweite Teil der Chemo. Um 18:00 war es zu Ende, auch die begleitende Spülung. Danach wollte Puschel gern in die Stadt gehen... Sie war dann locker in der Lage, einen zweistündigen Stadt- und Einkaufbummel zu machen...

Es wäre traumhaft, wenn dies so weitergehen könnte. Und wir beten und hoffen, dass die Chemo wirklich etwas Gutes bewirkt. Doch das liegt nun allein in Gottes Hand. Ihm wollen wir allezeit vertrauen! Euch danken wir immer wieder für eure Treue im Gebet! Gott segne euch sehr auf Seine Weise!

 

1. August 2009

Nun seht ihr Puschel dort sitzen. Ebenso unten stehen und lächeln. Es ist wirklich ein Geschenk, dass sie bisher alles so gut verträgt, wie noch nie vorher. Nartürlich kann es ganz schnell anders werden. Doch jetzt sind wir erst einmal sehr dankbar für jeden Tag, an dem es so ist. Ebenso dankbar ist sie für die freundliche Betreuung auf ihrer jetzigen Station! Jetzt beten und hoffen wir nur, dass die Chemo auch anschlägt und Puschel erleben kann, wie der Krebs mehr und mehr weichen muss aus ihrem Körper. Gott kann dieses Wunder tun. Danke, dass ihr mitbetet!!

 

2. August 2009

Auch heute sehr gut vertragen - Danke Herr!!

 

3. August 2009

Vorhin sagte Puschel: “Papa, ich kann es noch gar nicht begreifen, dass wir morgen nach Hause können”. Und es ist wirklich ein großes Geschenk, dass diese Zeit der Chemo so reibungslos verlief. Wir haben daraufhin erst einmal angehalten bei unserer Tour an der frischen Luft und Gott gedankt. Nun werden wir bald sehen, ob Gott es will, dass Puschel  für ein paar Tage nach Schweden fahren kann. Es wird sich bald zeigen, wie sehr sich ihr Blut und auch der Allgemeinzustand verschlechtern. Betet einfach mit darum, dass Gott das alles richtig zeigt und leitet. Morgen früh soll sie entlassen werden. Wir hoffen also, euch, die nächste Meldung von Bülow ausgeben zu können.

 

6. August 2009

Nun ist Puschel zu Hause. Und noch geht es ihr ziemlich gut. Ein wenig merkt sie bereits, dass die Innenwand der Speiseröhre bereits dünner und empfindlicher geworden ist. Es wird in den nächsten Tagen noch einige dieser Anzeichen geben, vor allem im Blutbild. Ihr werdet es erfahren. Wir hoffen nur, dass es doch noch einige Tage dauern wird... Und wir hoffen auch, dass Puschel vielleicht trotzdem so stabil bleiben kann, dass sie mobil bleiben kann. Wir können sehr dankbar sein für die vergleichsweise sehr gute Zeit in der Klinik. Auch hatte sie mit Linda eine gute gemeinsame Zeit. Am 25. August sind beide für die nächste Chemorunde wieder eingeplant. Die weiteren Behandlungspläne bekommt ihr demnächst.

 

8. August 2009

Was ihr alle mit uns gehofft und wofür wir gebetet haben, ist nun tatsächlich Wirklichkeit: Puschel ist in Schweden! Gott hat ihr damit ein Geschenk gemacht, das sie sehr zu schätzen weiß. Wir hatten eine gute Fahrt hierher. Und nun möchte sie natürlich bei allem, was ihr möglich ist, dabei sein mit den Jugendlichen. Ihr werdet sicher ein wenig daran teilhaben können, wenn ihr mögt. Zudem werdet ihr in den nächsten Tagen noch ein wenig mehr über die bisherigen Therapie-Pläne für die nächsten Wochen und Monate erfahren. Doch zunächst hoffen wir natürlich, dass ihre Blut- und sonstigen Werte so stabil bleiben, dass sie hier bis zum nächsten Samstag dabei sein kann.

 

9. August 2009

Gestern hatte ich geschrieben: “Nun möchte sie natürlich bei allem, was ihr möglich ist, dabei sein mit den Jugendlichen”.  Gesagt, getan: Puschel war heute mit den Kids auf der Paddeltour mit Kanus. Und es war wunderschön für sie! Ein paar Fotos zeigen es. Überhaupt das Hier-Sein ist für sie wunderschön. Es wird in nächster Zeit noch viele andere Stunden und Tage geben... Bis heute geht es ihr sehr gut, die Haare sind auch noch da, das Blut “hält” sich und ihr Befinden auch. Sie hatte eine zeimliche Übelkeitsattacke. Aber jetzt geht es wieder recht gut. Dafür dürfen wir sehr sehr dankbar sein! die Jugendfreizeit ist für viele intensiv und wertvoll. Hier in Holsby können sie Gott begegnen. Das geht zwar überall. Doch oft ist es wichtig, einmal ganz woanders zu sein... Das Besondere hier ist, dass vor allem Jugendliche die Teenies mit der besten Nachricht der Welt vertraut machen.

 

10. August 2009

Heute sind wir zum ersten Mal hier in Schweden ins Labor gefahren, um einen normalen Bluttest machen zu lassen. Dies sollte im Moment wieder zwei bis drei Mal pro Wochen geschehen. Was uns etwas überrascht hat, ist, dass Leukos jetzt schon auf eine extremes Mass gesackt sind. Sie sind bei 0,4. Und wie ihr (noch) wisst, sollten sie normalerweise minimal 4,0 sein. Außerdem sind die Thrombos, also die “Kumpels”, die für die Blutgerinnung zuständig sind, statt bei minimal 170 jetzt bei 22. Das alles ist nicht besonders verheißungsvoll. aber es geht Puschel immernoch recht gut. sie hatte heute mal einen stark schnelleren Puls. Aber insgesamt ist es erstaunlich gut. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir hoffen natürlich, dass Puschel die Tage hier noch weiter gut dabei sein kann. Morgen will/soll sie den Teenies im Anschluss an die Bibelarbeit aus ihrem Leben berichten. Das ist oft eine sehr intensive Zeit für die Kids. Wenn ihr mögt, könnt ihr neben den gesundheitlichen Anliegen auch dafür mit beten. Vielen Dank euch allen!

 

12. August 2009

Gestern waren wir wieder zum Bluttest in Vetlanda. Doch heute reichte das nicht mehr, wir sollten nach Eksjö fahren, wo eine größere Klinik mit mehr Möglichkeiten war. Dorthin fuhren wir, um eventuell eine Bluttransfusion für Puschel zu bekommen. Die Schweden sind überall sehr freundlich, und es wäre kein Problem gewesen. Allerdings wurde uns von kompetenten Ärzten geraten, damit zu warten, weil Puschel sich bei allem ziemlich gut fühlt. Die Blutwerte sind zwar z.T. noch einmal schlechter geworden, aber nicht so schlimm, dass es deutlich kritischer ist. Die Leukos sind sogar mehr geworden. Als wir dort im Gespräch mit dem freundlichen Arzt waren, stellte sich am Schluss heraus, dass er selbst vor Jahren einmal Student an der Fackelträgerbibelschule hier in Holsby war - er hatte gesehen, dass wir in der Bibel gelesen hatten... Puschel ging es heute auch ohne neues Blut recht gut. Sie konnte aktiv an allem teilnehmen. Sie war viel im Gespräch mit den Kids hier im Camp. Nun hoffen wir, dass sie morgen den letzten Tag ebenso gut dabei sein kann... Morgen früh haben wir noch einmal ein Date in der Notaufnahme in Eksjö bei Dr. Pepin...

 

14. August 2009

Es ist wirklich ein Geschenk Gottes, dass Puschel nun tatsächlich die ganze Zeit über mit in Schweden sein konnte. Gestern hat sie nun in der Tat noch schwedisches Blut bekommen. Dafür mussten wir mehr als einen halben Tag.in Eksjö verbringen. Aber dadurch war sie dann auch für den Rest der Zeit deutlich stabiler und kräftiger. Ihre Haare beginnen wieder, der harten Chemo zum Opfer zu fallen. wir haben heute noch einmal ein paar schöne Aufnahmen am Strand von Südschweden gemacht... Die Holsby-Family und heute auch die große Gemeinde-Jugend-Gruppe aus Bitburg und Umgebung haben uns Mecklenburgern einen lieben Abschied geschenkt. Dafür danken wir ihnen von Herzen! Und unserem Herrn danken wir, dass dies alles überhaupt möglich war. Es ist schön, zu sehen, wie Gott Puschel gerade im Umgang mit den Jugendlichen gebraucht. Nun hoffen wir, dass sie in der nächsten Zeit von Infektionen u.ä. verschont bleibt und sich erholen und rüsten kann für die nächste Runde der Chemo. Zum gesamten künftigen Behandlundsplan später hier mehr.

 

17. August 2009

Nun kann Puschel noch eineinhalb Wochen zu Hause sein. Am 25. August soll sie zur nächsten Chemo nach Berlin. Ich will die ganze Situation ein wenig erklären: Es kann sein, dass sie jetzt auf einen Behandlungsmarathon zugehen muss. Dabei könnte unser Herr die Sache doch auch ein wenig schneller und einfacher machen...(aber wir wissen ja immerhin, dass ER keine Fehler macht und also irgendetwas auch damit vorhat). Man hat nun etwa 18 Monate nach der letzten Chemo wieder deutlich tumoröses Gewebe in ihrem Becken festgestellt. Es ist ein Bereich mit einer Größe von ca. 8x5 cm ermittelt worden. Das ist offenbar kein fester durchgängiger Tumor, muss jedoch wohl als solcher behandelt werden. Das Ganze ist direkt am Rückgrat unten angedockt, sodass so die ganze Sache nicht operiert werden kann. Deshalb will man nun versuchen, mit einer ganzen Runde (möglicherweise 6 Monate) Chemotherapie und eventuell anschließender Bestrahlung und eventuell noch anderer Therapie (radioaktive Flüssigkeit) den Tumorbereich zu verkleinern und abzukapseln. Dann erst kommt eine OP in Frage. Ihr seht, das Ganze liegt wieder vollständig in Gottes Hand. Wenn ihr mögt, dann betet einfach dafür, dass diese Chemo so deutlich anschlägt wie nie zuvor - nach drei Monaten soll alles gecheckt werden.

 

21. August 2009

Nun konnte Puschel tatsächlich im Süden zur Hochzeit ihrer Freundin fahren. Das bedeutet ihr, wie ihr wisst, sehr viel. Und wir sind sehr dankbar, dass es ihr nach wie vor recht gut geht. Sie will morgen die Hochzeit dort miterleben und dann am Sonntag zusammen mit ihrem Bruder Silas und ihrer Freundin aus Schorssow (Nachbardorf von Bülow) nach Hause kommen. Ihr kleiner Bruder Silas will in der nächsten Woche noch einmal nach Äthiopien reisen, um dort beim Wiederaufbau und Renovieren einer Buschklinik zu helfen. Puschel muss dann in der nächsten Woche (am Dienstag) zur zweiten Chemorunde. Vielen Dank, dass ihr auch weiterhin “dran” bleibt. Ihr werdet auf dem Laufenden gehalten

 

24. August 2009

Wenn man solche Bilder sieht, kommen einem schon mal Gedanken, die fragen, warum Gott die einen das pralle Leben  genießen läßt und die anderen liegen im Krankenhauszimmer, um sich giftige Brühe in die Venen laufen zu lassen... ER weiß es. Das ist gut, auch wenn wir es nicht wissen. Und es ist so schön, zu sehen, dass Puschel durch solche Gedanken nicht ständig geplagt wird (wir haben es nie von ihr gehört...) und stattdessen immer wieder Gedanken der Dankbarkeit äußert. Dankbarkeit z.B. darüber, dass sie nun sowohl Schweden als auch die Hochzeit im Süden mitmachen konnte. Sie war die Trauzeugin ihrer Freundin, und kam sehr froh und dankbar von dieser Fahrt mit ihrem Bruder Silas und Freundin Maria, auf der Rückfahrt sogar ihrer kleinen Schwester Esther zurück. Doch jetzt gilt es, wieder die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen. Morgen muss sie wieder in Berlin sein zur 2. Chemorunde. Wir wissen noch nicht, wieviel davon ihr Blut noch vertragen wird. Im Moment jedoch geht es ihr immernoch recht gut. Und so hoffen wir sehr, dass dies sich auch in dieser Woche so halten mag. Habt so vielen Dank, dass ihr trotz allen Alltagsstresses immer wieder nach ihr schaut und für sie betet!! Gott segne euch!

 

26. August 2009

Nun hat Puschel ihre ersten zwei Chemos bereits hinter sich. Sie hat immer wieder mal sehr plötzlich mit heftiger Übelkeit zu kämpfen. Doch imm Großen und Ganzen geht es ihr vergleichsweise sehr gut bei allem. Allerdings muss man einschränkend sagen, dass die Blutwerte derzeit so schlecht sind, dass die Chemo nicht wie vorgesehen laufen kann. Statt 5 Runden können im Moment nur drei gegeben werden. Die Leukos sollten eigentlich bei mindestens 2-3 liegen. Sie sind jedoch im Moment bei 1,1... Wenn ihr mögt, dann betet einfach mit dafür, dass das Blut sich besser erholt, damit die Behandlung weitergeführt werden kann. Gut, dass wir wissen, dass Gott weiss, was gut für sie ist... Schön ist, dass sie wieder mit Linda im Zimmer liegt. Das entspannt Vieles, wenn man einfach locker miteinander umgehen  und dabei dann sogar immer auch Freude haben kann. Morgen werdet ihr hier ein paar Bilder bekommen...

 

29. August 2009

Wie ihr wisst, ist Puschel nach drei Chemo-Durchgängen entlassen worden. Es ist alles sehr gut verlaufen. Einzig für Linda war es schade, Puschel nicht mehr da zu haben. “Zufällig” war diesmal ein junger Freund aus dem Vogtland frisch operiert auch dort. Es gab zusammen mit Lindas Freund und ein paar anderen Jugendlichen ein “fröhliches Jugendleben”.

Jetzt ist Puschel froh, aber auch ein wenig geschafft (welche Änderung zu Chemos im Jahr 2007!) wieder zu Hause. Wichtig ist, dass sie nun von allen Infektionen verschont bleibt. Wenn ihr mögt, betet bitte dafür, auch, dass sie, wie vorgesehen, am 16. September wieder hin (und mit Linda zusammen dort sein) kann. Seit heute ist nun Puschels “kleiner” Bruder Silas wieder in Afrika, um dort beim Wiederaufbau einer kleinen Buschklinik zu helfen.

 

3. September 2009

Es ist so schön, dass einige von euch sich immer wieder bei Puschel melden und ihr signalisieren, dass sie weiter mittragen und mitbeten! Es geht Puschel nach wie vor recht gut auch nach der zweiten Chemo. Vielleicht liegt es daran, dass die Chemo noch einmal verkürzt wurde, vielleicht aber einfach auch nur daran, dass wir einen gnädigen und mächtigen Herrn haben - die Blutwerte sind im Blick auf die Umstände jedoch einfach gut! Das einzige: die Thrombos sind jetzt deutlich weniger geworden, alles andere ist innerhalb des Normalbereiches! Wir hoffen und beten sehr, dass Puschel bald eine geeignete Klinik findet, in der sie eine Umstellung der Schmerzmittel weg vom Port hin zu geeigneten anderen Schmerzmitteln bekommen kann. Der Port ist auf Dauer dafür nicht geeignet, weil er sehr anfällig für Infektionen (die dann direkt ins Blut gehen würden) ist. Wir sind sehr dankbar, dass der Port noch immer sauber ist und nie eine richtige Infektion hatte. Und wir beten darum, dass Gott die Chemotherapie zu einem Erfolg führt, der eine extrem schwierige Operation erübrigt. ER kann!

 

7. September 2009

Puschel ist jetzt oft sehr k.o. Dann fällt es ihr sichtlich schwer, etwas “zu schaffen” - was sie liebend gern täte und tut. Oft reicht die Kraft jetzt wieder kaum noch für ein paar eMails. Aber zwischendurch versucht sie, soweit es geht, aktiv zu sein. Vom Zustand des Beckens her darf sie, soviel sie mag, trainieren, laufen, reiten und was auch immer. Immer wieder sind in den letzten Wochen Familien aus der “Großfamilie” hereingeschneit. Das ist immer sehr schön, strengt Puschel aber auch sehr an. Sie will das dann auch, merkt dann oft aber hinterher, dass sie ein wenig über die Grenzen gegangen ist. Dennoch freut sie sich sehr, wenn Freunde oder Verwandte sie besuchen. In ihrem eigenen Beten und Denken hat sie oft viele von ihnen im Blick und freut sich, wenn sie helfen und raten kann. Es ist schön, zu sehen, wie Gott sie hier in ihrem Umfeld in vielerlei Hinsicht gebraucht.

 

12. September 2009

Eigentlich geht es Puschel jetzt unverändert - verhältnismäßig ziemlich gut! Sie kann recht weitgehend aktiv sein. Ihre Blutwerte sind sogar  fast drei Wochen nach der letzten Chemo in einem sehr akzeptablen Bereich. Die Leukos sind seit gestern bei 2,1, die Thrombos bei 74. Alles das läßt hoffen, dass sie ihren Chemo-Fahrplan einhalten kann (und mit Linda gemeinsam dort sein zu können). Wir müssen nun natürlich die Werte des nächsten dienstags abwarten. Jedenfalls fühlt sie sich recht gut. Zur Zeit hat sie einigen Besuch. Gestern nacht sind ihre Freundin Eva und deren Schwester Judith wieder in den Süden gefahren. Jetzt hat sie eine andere Freundin und deren Mann zu Besuch. Und so wird sie schon dadurch stets so gefordert, dass bei ihr keine Langeweile aufkommt... Was jetzt im Moment besonders wichtig ist, ist die Suche nach einer geeigneten Stelle für eine Schmerztherapie. Sie muss einfach neu auf dauerhafte Schmerzmedikamente eingestellt werden. Leider sind wir dabei noch nicht sehr viel weiter. Aber unser Herr wird, wie wir IHN kennen, bereits das Richtige in der Hinterhand  haben... Danke, dass ihr weiter mit für sie betet!

 

15. September 2009

Heute wurde nun wieder ein Bluttest gemacht. Das Ergebnis ist, dass Puschel recht gut mit der nächsten Chemo beginnen kann. Die Leukos sind zwar auf 1,5 gesunken (unterer Normalwert 4,0), dafür aber die Thrombos auf 133 (100 ist der untere Normwert) gestiegen. Und so werden wir morgen in Berlin “antanzen”, um die nächste Runde in Angriff zu nehmen. Gott kann Gutes draus werden lassen. Wie gut, in Seiner Hand und nicht dem Zufall oder blindem Schicksal überlassen zu sein! Übrigens: Gestern wollte Puschel mit uns einen Spaziergang zum See machen. Unterwegs warf sie plötzlich die Krücken weg und ging mit uns - ohne Krücken. Sie hatte von den Ärzten die “Genehmigung”, soviel sie möchte und kann aktiv zu sein und das zu tun, wozu sie Kraft und Lust hat. So etwas lässt Puschel sich nicht zweimal sagen.... Zur Zeit ist Ellis aus Holland noch bei ihr zu Besuch. So ist also bei ihr immer etwas los...

 

19. September 2009

Also, Puschel ist nun gut wieder zu Hause gelandet. sie kann dieses wunderschöne sonnige Spätsommerwetter in vollen Zügen genießen. Das tut ihrem Immunsystem mit Sicherheit besonders gut. Die Chemo hat sie wieder sehr gut überstanden. Und neben allem Normalen (die Schmerzen und alle sonstigen Chemo-Nebenwirkungen, die aber ja längst nicht so schlimm sind wie vor 2 Jahren!!) geht es ihr nach wie vor wirklich gut. Und dafür sind wir sehr dankbar. In Berlin wurde (das war eigentlich nicht geplant) ein CT von der Lunge gemacht. Dabei zeigten sich wieder ein paar kleine Entzündungs-Rückstände, denen man nun mit Antibiotika begegnet. Aber Metastasen o.ä hat man nicht gefunden. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Euch allen eine gute neue Woche. Gott segne euch. Danke für eure Treue in der Fürbitte für Puschel!!

 

25. September 2009

Sorry, dass ihr so lange warten auf eine neue Nachricht musstet. Bei uns geht es im Moment ein wenig anders zu. Eva-Maria, Puschels Mama, musste vor einer Woche zu ihren Eltern nach Dresden, wo ihr Vater, also Puschels Großvater, im Sterben lag. Er hatte schon seit vielen Jahren Krebs und ist vor zwei Tagen in die Ewigkeit hinüber gegangen. 
So sind wir hier zur Zeit allein und müssen unseren Rhythmus etwas verändern... Es geht Puschel zwar nach wie vor recht gut. sie wird jedoch jetzt sehr von Übelkeit und vor allem ziemlich starkem und nicht nur lästigem, sondern schon recht beeinträchtigendem Nervenzucken am rechten Bein geplagt. Da kommt dann schnell der ganze Kreislauf von Schmerzen, Übelkeit und immer wieder zusätzlichen Medikamenten in Gang. Dies sind natürlich Folgen der Chemo. Doch insgesamt geht es sehr gut. Und wir freuen uns über jeden Tag, den Puschel hier bei immernoch schönem Spätsommer- oder Herbstwetter erleben kann. Die Blutwerte machen gerade auch wieder “ihren Abgang”. wir hoffen nur, dass sie nicht zu sehr in den Keller gehen...

 

01. Oktober 2009

Am 7. Oktober ist für Puschel der nächste Untersuchungsmarathon dran! Hier soll geschaut werden, inwieweit die Chemo etwas gebracht hat. Insofern ist dies ein sehr wichtiger Termin für die nächste Zeit. Dann wird entschieden, wie die Therapie weiter verlaufen soll.

Die Tageslosung in den Herrnhuter Losungen für heute steht in Psalm 28,1 und in Lukas 17,13-14.

Am 7. Oktober steht dort aus 1. Samuel 14,6: Es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen. Und dazu Markus 11,24: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr´s empfangt, so wird´s euch zuteil werden. Wir haben, gemeinsam mit Puschels Freundin Maria (Bild oben), dafür zu beten, dass Gott die Krebsbefunde aus ihrem Körper vollständig eliminiert und eine weiter Chemo oder Bestrahlung oder OP nicht nötig sind. Wir glauben, dass ER dies kann und will! Glaubt und betet ihr mit uns?

 

 

 

05. Oktober 2009

Auf den Bildern sieht es ja meist so aus, als könnte Puschel den ganzen Tag und die ganze Woche über aktiv “herumspringen” und das Leben genießen. In Wahrheit sind wir froh, dass dies immer wieder möglich ist. Doch in der letzten Zeit hat sie an jedem Tag mindestens ein richtiges Tief mit teils extremer Übelkeit und Schwäche. Sie ist dann meist eine Runde am Spucken und legt sich, wenn es nicht gerade regnet, in der frischen Luft in ihren Liegerollstuhl, bis sie dann wieder einen neuen Anlauf machen kann. Wir haben in den letzten Tagen meistens das Mittagessen erst am späteren Nachmittag genießen können, weil es meist genau dann losgeht mit der Übelkeit. Zum größten Teil liegt dies wohl an den vielen Antibiotika, die Puschel wegen der Begleit-erscheinungen der Chemo zur Zeit nehmen muss. Jetzt sind die Leukos heute bei 1,3 angelangt. Das ist zwar ein Fortschritt gegenüber früher (da war es meist schon viel früher nach der Chemo), aber nun muss sie wieder besonders vorsichtig sein. Morgen nun werden wir uns für den Untersuchungs-Zyklus in Berlin vorbereiten. Wir werden euch zeitnah bescheid geben, wie es aussieht und ausgeht. Wir haben einen Gott, der die Dinge überschaut!!

 

Am 6. Oktober muss auch Linda zur nächsten und sehr entscheidenden Untersuchung. Danach wird für sie entschieden, wie und wann ihre OP erfolgen kann. Es wäre echt schön, wenn ihr auch für sie betet. Vielen Dank auch allen, die immer wieder nach ihrem Ergehen fragen!

 

07. Oktober 2009

Viele von euch warten auf Nachrichten im Blick auf die Untersuchungen  in Berlin. Wir waren dort, die Untersuchungen sind gemacht worden. Doch wir werden erst morgen Abend Ergebnisse haben! Wir müssen uns also alle noch etwas gedulden. Schön ist, dass wir heute wieder nach Hause konnten. Wie es weitergeht, werden wir euch dann sicher am Freitag sagen können.

Heute aber hat Puschel einen Abschnitt geschrieben, den sie euch schon l¦ngst schreiben wollte und auch mehrfach bereits begonnen hatte, aber nie zu Ende bringen konnte.ᅠ
Wenn ihr auf diesen blauen Abschnitt klickt, werdet ihr darauf geleitet.

Alles Neue also morgen Abend oder am Freitag...

 

09. Oktober 2009

Das Ergebnis ist nun da! Man hat uns gesagt, dass nichts schlechter, aber auch nichts besser geworden ist. Es hat sich offenbar auch durch die Chemo nichts verbessert. Es soll nun eine (vom Prinzip her) radioaktive Bestrahlung erfolgen. Was das jedoch genau ist und wie das geht, werden wir euch erst in den nächsten Tagen sagen können! Wir werden vielleicht morgen mehr wissen.

1.Sam. 14,6: Vielleicht wird der HERR etwas für uns tun, denn es ist dem HERRN nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.

 

10. Oktober 2009

Heute haben wir nun erfahren, dass unbedingt vor einer Bestrahlung von Puschel noch ein Ganz-Körper-CT gemacht werden muss. Danach wird dann u.a. entscheiden, welche Art von Bestrahlung für sie richtig ist. Außerdem ist wichtig, auszuschließen, dass doch noch irgendwo anders im Körper eine Krebszelle ist. Puschel wollte dies eigentlich schon längst einmal wieder gemacht haben, aber so richtig wollten die Berliner da bisher nicht ran. Nun müssen wir am Dienstag in aller Frühe nach Berlin fahren, um diese sehr langwierige Untersuchung machen zu lassen. Dabei hoffen und beten wir, dass sich keine weiteren Krebszellen irgendwo zeigen. Wie es konkret aber weitergeht, wissen wir auch noch nicht. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

14. Oktober 2009

Leider können wir euch über das Ergebnis der Untersuchung in Berlin erst morgen Abend oder übermorgen Auskunft geben. Damit ist natürlich auch noch nicht klar, welche Schritte uns als nächste empfohlen werden. Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden. Danke, dass ihr wieder reinschaut! Es geht Puschel wie schon in der letzten Zeit ständig: es geht immer auf und ab. Aber sie kann viel am normalen Leben teilhaben. Und das genießt sie jeden Tag. Immer wieder kann sie zwischendurch auch mit ihrem Pferd oder dem Grizzly in die Natur gehen. Das ist dann wirklich immer ein besonderes Geschenk des Herrn. Letztlich ist dies jeder neue Tag! Danke, dass ihr für jeden dieser Tage mitbetet! Gott segne euch!

 

18. Oktober 2009

Ein wirklich klares Ergebnis der Unter- suchung gab es nicht. Es gibt keine Anzeichen von Krebs irgendwo in Puschels Skelett. Es gibt Auffälligkeiten, die allerdings mehr auf Überbeanspruchung der Knochen hindeuten, z.B. am linken Knie. In jedem Fall haben wir für Montag (19.10.) einen Termin bei einer Strahlentherapeutin in Berlin. Es kommt offensichtlich im Moment nur eine sog. “Schwer-Ionen-Bestrahlung” in Betracht, die sich meist über drei Wochen hinzieht. Wir wissen aber noch nicht, wann die beginnen soll. Wir werden es euch wissen lassen. Morgen Abend wird es mehr Infos geben.

 

19. Oktober 2009

Heute waren wir nun in Berlin zur Klärung der Frage, welche Möglichkeiten für Puschel überhaupt bleiben, um von dem Krebs befreit zu werden. Dabei wurde deutlich, dass es im Moment (oder generell?) nur noch eine realistische Möglichkeit gibt, den Tumor einzudämmen: eine Strahlentherapie mit Schwer-Ionen. Aber auch hier gibt es noch manche Fragezeichen. Zum einen wird in der nächsten Woche von den Fachleuten geklärt, ob diese Möglichkeit überhaupt in Frage kommt. Zum anderen ist diese Therapiemöglichkeit so neu und innovativ, dass sie noch nicht wirklich praxiserprobt ist. Und zum Dritten gibt es im Moment nur einen Ort, an dem diese Therapie ab November durchgeführt werden soll, und das ist Heidelberg. Wir beten jetzt wirklich darum, dass Gott diese Dinge so klärt und den Ärzten die richtigen Gedanken gibt, dass sich daraus wirklich eine realistische Möglichkeit ergibt. Sollte dies so kommen, werden wir diese Therapie später genauer erklären. Nun liegt wieder alles ganz und gar in Gottes Hand! Danke für euer Mitbeten!

 

23. Oktober 2009

Noch einmal zeige ich euch den Regenbogen, denn für Puschel war er viel mehr als nur ein schönes Foto-Objekt.... Hier ein paar Gedanken dazu von ihr ganz persönlich:

Vor ein paar Tagen an einem Nachmittag machte ich eine Ausfahrt mit den Quad. Auf dem Weg machte ich ein paar Bilder von Gottes Schöpfung und unterhielt mich mit Ihm. Mein Kopf war so voller Informationen, Emotionen und Gedanken, dass es mir schwer fiel es in Worte zu fassen. Wenn ihr das hättet hören können, hättet ihr sicher nicht gewusst, worüber ich sprach… Ich sah diesen wunderschönen Sonnenuntergang als ich schon fast wieder zurück in Bülow war. Nachdem ich mehrere Bilder davon gemacht hatte, drehte ich mich um und sah wie sich der Himmel mit dunklen Wolken zuzog. Durch die Herbstsonne und die dunklen Wolken war die Belichtung etwas ganz besonderes. Ein Klein bisschen später sah ich, wie sich ein Regenbogen formte. Also rief ich meinen Vater an, weil ich wusste, dass er das sicher auch gerne fotografieren würde. Er kam vorbei und fotografierte auch.

In mitten all dem realisierte ich, dass dieser Regenbogen eine Antwort Gottes auf meine Gebete war… Gott ließ mich durch diesen Regenbogen wissen, dass er mir die ganze Zeit treu gewesen war und es auch immer sein würde. Und dass er sein Versprechen halten würde, das er in der Bibel gegeben hat.

Als wir zurück waren, sagte mein Vater: “Guck mal, der Himmel ist wieder ganz “normal”.” Und er sagte außerdem, dass dies der schönste Regenbogen war, den er jemals gesehen hätte. Diese Kommentare machten den Regenbogen noch schöner und außerordentlich für mich.

 

29. Oktober 2009

Sorry, dass ihr jetzt sooo lange warten musstet. Inzwischen ist gar nicht so viel passiert. Nur: Puschel ist einmal wieder nach Schweden gefahren... Es war ihr großer Wunsch, vor der nächsten Behandlung, die dann hoffentlich bald beginnen kann, noch einmal nach Holsby zu fahren. Hier ist der neue Bibelschuldurchgang voll am Laufen. Und immer wieder ist es schön, zu sehen, wie die jungen Leute darauf reagieren, wenn Puschel erzählt. Wir konnten dies nur sehr kurzfristig entscheiden. Aber jetzt sind wir da und können bis zum Sonntag bleiben. Ein paar Fotos bekommt ihr wie immer. Puschel hat jetzt doch vermehrt Schmerzen, wohl auch in dem Bereich des Rezidivs. Wir wären schon sehr froh, wenn uns die Ärzte am kommenden Montag Bescheid geben könnten, dass Puschel sehr bald die Schwerionentherapie in Heidelberg beginnen könnte. Es liegt wirklich alles in Gottes Hand, wie es weitergehen wird. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Vielen Dank für alle eure Unterstützung!

 

2. November 2009

Heute wollen wir euch herzlich bitten, einfach dafür zu beten, dass eine Therapie in Heidelberg für Puschel möglich wird. Wir haben heute mit Berlin Kontakt gehabt. Dort wurde uns jedoch wenig Hoffnung gemacht, dass in nächster Zeit dort für Puschel eine Möglichkeit sein könnte. Es macht den Eindruck, dass es eine Kapazitätsfrage ist und man einfach zu Beginn nicht viele Patienten behandeln kann. Heute wurde die Anlage als bislang einzige ihrer Art in Europa eröffnet. Wir haben es eben gerade in den Nachrichten gesehen. Es scheint nach wie vor die einzige medizinische Option für Puschel zu sein. Darum erwarten wir von unserem Herrn einfach, dass ER diese Möglichkeit für Puschel irgendwie eröffnet oder etwas anderes zeigt. Es gibt sonst offenbar nur noch in den USA solche Geräte. Doch da wird wohl die Krankenkasse nicht mitspielen. Aber auch da kann Gott ein Wunder tun... Wir werden jedenfalls versuchen, alle menschlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Betet ihr mit für Gelingen bei diesen Versuchen? Oder dass Gott sonst irgendein Wunder tut? Vielen Dank!

 

5. November 2009

Nun haben wir seit gestern wesentlich mehr Klarheit! Wir müssen morgen erneut nach Berlin. Dort werden alle wichtigen Untersuchungen wie MRT, CT ua. noch einmal gemacht, um für Puschel  einen Termin am 11.11. um 12:00 Uhr in Heidelberg vorzubereiten. Dort soll untersucht werden, welche Schritte für eine und vor einer Schwerionentherapie notwendig werden. Vorsorglich ist ein OP-Termin für Puschel in Heidelberg reserviert worden. Da soll der sehr eng am Tumor liegende und durch eine solche Therapie gefährdete Darm durch eine sog. Netzplombe von diesem getrennt (auf Abstand gehalten) werden. Gleichzeitig ist angedacht, den Tumor etwas zu verkleinern, soweit das möglich ist. Für weitere Schritte (Schwerionentherapie usw.) werden wir dann erst Näheres erfahren.

Wir beten nun einfach, dass bei einer solchen OP der angeschnittene Tumor nicht erstrecht wuchert oder streut. Auch, dass die Ärzte große Klarheit über die nächsten Schritte bekommen und möglichst bald eine tiefgreifende Bekämpfung des aggressiven Krebses möglich wird. Danke euch allen für alle Zeichen eurer Unterstützung!

 

8. November 2009

Die Untersuchungen in Berlin sind gut gelaufen. Es hat alles sehr gut geklappt. Auf der Rückfahrt konnten wir Puschels Freundin Maria, die in Chemnitz studiert und auf dem Weg nach Hause war, mitnehmen. Die Aufnahmen von Berlin sollen den Ärzten in Heidelberg wichtige Anhaltspunkte geben.

Jetzt steht die Vorbereitung auf den Termin in Heidelberg am 11.11. auf dem Programm. Das ist immerhin wieder eine Fahrt von ca. 850 Km. Es geht Puschel den Umständen entsprechend ganz gut. Heute Abend war sie mal wieder sehr am Spucken. Es ist nicht immer ganz einfach, die Schmerzmittel und diversen Antibiotika, die sie im Nachgang zur Chemo noch immer nehmen muss, aufeinander abzustimmen. Sie konnte aber heute den Sonntagsgottesdienst unserer Gemeinde gut mitfeiern. Und das ist für sie und auch Viele in unserer Gemeinde immer besonders schön. Hier wird auch viel für sie gebetet und alles drum herum mitgetragen, wofür wir sehr dankbar sind.Über die Fahrt werden wir euch zeitnah auf dem Laufenden halten

 

12 November 2009

So, nun sind wir wieder zu Hause... Und einige haben uns schon signalisiert, dass sie sehr gespannt sind, wie es weitergeht. Also: In Heidelberg hatten wir ein kurzes aber sehr gutes Gespräch. Ein riesiger Komplex des Uni-Klinikums, in dem es aber, zumindest auf den ersten Blick, den Anschein hat, dass die einzelnen Abteilungen  recht gut zusammenarbeiten. Nach dem Gespräch war klar: Es muss eine OP geben, bevor die Schwerinonentherapie begonnen werden kann. Letztere kann realistischerweise für den Januar vorgesehen werden. Davor soll versucht werden, den Tumor, der größer und schwieriger ist, als man vermuten konnte, operativ zu verkleinern. Man kann ihn nicht per OP eliminieren, weil das Risiko irreparabler Schäden einfach zu groß wäre. Sie soll nun aber durch die Schwerionentherapie ergänzt werden. Wann genau die OP starten soll, ist noch nicht ganz klar. Wir werden euch informieren. Auf jeden Fall hoffen und beten wir, dass die OP so geplant und durchgeführt werden kann (dabei ist auch noch nicht klar, ob sie besser in Heidelberg oder evtl in Berlin sein könnte), dass nicht irgendwelche Nerven zusätzlich geschädigt werden und Puschel ihre jetzige Mobilität und Stabilität behalten kann. Sobald wir mehr wissen, lassen wir´s euch wissen. Vielen Dank für alles!

 

14. November 2009

Am Montag werden wir von Heidelberg eine konkreten Termin für die geplante OP bekommen. Wir hatten darum gebeten, dies ein klein wenig nach hinten zu verschieben, weil auch der Termin für die Schwerionentherapie erst für Januar realistisch ist. Wahrscheinlich wird Puschel nun also in der Woche nach dem 23. November operiert werden wird. Genaues sagen wir noch. In der Zwischenzeit versucht sie, in Richtung Immunologie und Ernährung weiterzukommen. Glücklicherweise ist ihr Immunsystem im Moment trotz Grippewellen usw. recht stabil. Die Leukos sind stabil um die 3 angesiedelt! Die drei Antibiotika, die sie seit der letzten Chemo nimmt, kann sie jetzt absetzen. Hier muss sie aber in Vorbereitung auf die OP noch weiterkommen.

 

18. November 2009

Sorry, dass ihr gerade ein bisschen sparsamer informiert wurdet. Unser Internetanschluss war komplett kaputt. Und wir mussten dafür in die Stadt... In den letzten Tagen war ich jedoch selbst ziemlich krank, und so konnte niemand dafür in die Stadt... Aber jetzt geht es wieder. Und so haben wir auch gleich die erste Neuigkeit: Puschels festgesetzter Termin in Heidelberg ist nun der 2. Dezember, am Tag darauf, also am 3.12. soll sie operiert werden. Unser Gebet ist jetzt, dass sie bis dahin nicht selbst noch angesteckt wird und eine Grippe oder ähnliches bekommt. Es ist für uns immer wieder ein Grund zum Danken, dass sie bei allem, auch den weiter verstärkten Schmerzen, nicht mürbe, verzagt oder trostlos wird. Sie ist viel im Kontakt mit unserem himmlischen Vater, und das trägt sie sehr. Das hängt aber auch sehr mit all euren Gebeten und eurer Unterstützung zusammen. Und dafür können wir euch und unserem Herrn nicht genug danken!

 

22. November 2009

Bis jetzt geht es Puschel gut. Sie hat bisher keine Infektion bekommen, auch nach Absetzen der Antibiotika nicht. So kann sie die Zeit vor der Operation nutzen, um ein wenig Kraft und Energie zu tanken. sie nutzt die wenigen Sonnentage, um mit ihrem Pferd draußen zu sein und frische Luft ihr Immunsystem stärken zu lassen. Vor zwei Tagen waren wir bei einer Naturheilmedizinerin, also einer Ärztin, die ihr in besonderer Weise helfen kann, ergänzend zu allem anderen das Immunsystem zu stärken. Deshalb waren wir in Warnemünde an der Ostsee.

 

26. November 2009

Nach wie vor geht es Puschel recht gut. Sie kann Tag für Tag die frische Luft genießen und sich so gut auf die nächste Woche vorbereiten. Die Schmerzen werden freilich nicht weniger, und es wird Zeit, dass sie Entlastung bekommt, was den Druck durch den Tumor angeht. Und natürlich hoffen und beten wir sehr, dass die Operation diese erste Entlastung bringen kann. Und dann hoffen wir, dass sie die Schwerionenbestrahlung im Januar wirklich bekommen und dadurch entscheidende Heilung erfahren kann. Gott kann diese modernste aller Behandlungen genauso benutzen wie er es ohne sie könnte. Wir dürfen auf sein Handeln gespannt sein!

 

 

Linda hat jetzt ihre letzte Chemo hinter sich. Sie hat sie den Umständen entsprechend recht gut vertragen. Das war mehr oder weniger die ganze Zeit so. Doch irgendwann hat man es einfach satt... klar, und auch das Blut verträgt das nicht endlos, wie man bei Puschel sieht. Nun hat sie am 10. Dezember die entscheidende Untersuchung, bei der klar werden soll, ob nun noch Bestrahlungen notwendig werden, oder ob sie sobald wie dann möglich operiert werden kann. Diese Operation ist für sie deswegen so riskant, weil fraglich ist, ob sie ihren rechten Arm behalten kann oder nicht. Es wäre toll, wenn ihr für sie besonders in den nächsten Wochen beten würdet. Wenn es Neues gibt, lassen wir´s euch wissen!

 

01. Dezember 2009

Es gibt ein paar Dinge in meinem Herzen, die ich euch sehr gern mitteilen würde. Ich las vor einigenTagenApostelgeschichte 16, wo geschildert wird, wie Paulus und Silas im Gefängnis waren. Sie wußten nicht, was als nächstes passieren würde. Ihre Lage war nicht gerade besonders gut zu nennen. Doch ihr Verhältnis zu Gott war nicht abhängig von ihrer Situation. Sie waren erfüllt von dem Wissen, dass Gott sie unendlich liebt. Und nichts konnte sie trennen von Seiner Gegenwart. Ich sage euch mal Römer 14,8 mit meinen Worten:Ob ich lebe oder sterbe, so gehöre ich zu Gott! Welche Freude, das zu wissen! Ist das nicht ein wirklicher Grund, dankbar zu sein? Das ist es, was Paulus und Silas taten. Sie verbrachten ihre Zeit nicht damit, mit Gott zu hadern, frustriert, ängstlich oder wahnsinnig zu werden. Nein, sie nutzten die Nachtstunden, um Gott zu loben. Sie wussten, dass ihr Leben in Seiner Hand ist. Darum hatten diese beiden Männer genug Grund, gerade jetzt Gott zu preisen.

Und das ist es, was ich gern mit euch tun würde. Würdet ihr euch mit mir verbinden in der Anbetung Gottes? Einige von euch können sich vielleicht auch treffen und es gemeinsam tun. Das wäre echt schön! Wer von euch allein ist, soll wissen: Der Herr ist bei euch. Ich würde uns allen eine Zeit vorschlagen, nämlich am Mittwoch, den 2. Dezember zwischen 21:00 und 23:00 Uhr. Wer aber da gerade nicht kann, sollte getrost eine andere Zeit nehmen.

Psalm 28,7:

 Er hat mir neue Kraft geschenkt und mich beschützt. Ich habe ihm vertraut, und er hat mir geholfen. Jetzt kann ich wieder jubeln! Mit meinem Lied will ich ihm danken.

Lest ruhig auch den Vers 8 und Psalm 29,11 oder auch Psalm 30,2a


02. Dezember 2009 23:00 Uhr
Bis vor 2 Stunden war die Meldung: Morgen früh um 7:30 ist Puschel die erste, die operiert wird. Es sind erst einmal 4 Stunden für die OP vorgesehen. Als wir am Abend aber in die Klinik kamen, hieß es plötzlich: Die OP wird verschoben. Es soll erst ein Spezialist für plastische Chirurgie hinzugezogen werden. Möglicherweise wird die OP neu geplant, weil zusätzliche Gesichtspunkte aufgetaucht sind. 
So heißt es nun: Alles umplanen! Wie es wird, wissen wir noch nicht. Wir sagen es euch, sobald wir mehr wissen. Was wir aber wissen, ist, dass ER alles weiß und SEIN Plan steht. IHM dürfen wir vertrauen. Danke für alles Mitbeten, danke für alle Unterstützung. Es ist wirklich ermutigend, dass so viele für Puschel beten und an sie denken!!

 

03. Dezember 2009, 22:00

Es sieht jetzt komplett so aus, dass Puschel frühestens am Montag operiert werden wird. Doch auch das steht nicht fest. Der Professor, der sie operieren soll, will mehr Sicherheiten haben im Blick auf den Verlauf der OP. Deshalb sollen noch die Spezialisten hinzugezogen werden. Das ist ja im Grunde nicht schlecht. So wollen wir uns in Geduld üben... Es war schon ärgerlich, dass wir heute den ganzen Tag über herumsaßen, ohne dass irgendetwas geschah. Allerdings konnten wir so eine längere Zeit mit Tatjana  verbringen. Und das war ja gut. Sie muss sich nun völlig neu orientieren, ist total aus der Bahn geworfen worden. Es ist extrem hart für sie und die Familie! Und man kann nichts tun...! Doch wir haben einen liebende Vater im Himmel! Darum bitte betet einfach mit für sie, dass sie Gottes Liebe und Fürsorge irgendwie erlebt. Danke. Wir halten euch auf dem Laufenden, klar!

10:00
Heute habe ich sogar selbst die Möglichkeit, euch zu schreiben…Wir haben für euch eine andere Meldung als sie ihr sicher erwartet. Letzte Nacht konnte ich mit Papa bei Freunden in der Nähe von Heidelberg übernachten, da ich heute noch keine Verpflichtungen oder Termine hatte. Gestern Abend habe ich mich gefragt, wer an meine OP-Stelle rutscht und damit unerwartet früh dran kommt. Wir sind heute Morgen wieder ins Krankenhaus gefahren und warten nun immer noch auf einen Doktor der uns sagen kann wie es nun weiter geht. Vor einer Weile haben wir Tatjana getroffen Ihr Mann (Peter) ist  nun an meiner Stelle im OP. Peter hat ein Karzinom im Bauchraum. So müssen bei ihm der Magen, die Milz und ein Teil von der Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Mehr weiß man erst während der OP. Peter und Tatjana haben 3 kleine Kinder. Da ihr heute nicht für meine OP beten müsst… - würdet ihr bitte Peter und seine Familie  in eure Gebete mit einschließen??? Wir haben gerade mit Tatjana zusammen für Peter gebetet. Und wir haben eine gesegnete Zeit mit ihr, in der wir mit ihr über Gott und die Welt reden. Sie ist gerade bei uns und wartet, bis die OP ihres Mannes, die insgesamt etwa 5 Stunden dauert, vorbei ist.

12:00

Gerade ist eine Schwester auf uns zu gekommen die uns mitteilte, dass ich einem Termin bei einem Plastischen Chirugen heute Nachmittag habe. Und morgen wollen mich die Orthopäden wegen meinem gebrochenen Wadenbein im Becken noch sehen. Das ist, was wir bisher wissen.

13:00

Eben gerade bekam Tatjana  die Nachricht vom  OP-Saal ihres Mannes, dass man bei der OP gesehen hat, dass der ganze Bauchraum voller Krebs sei und man die OP abgebrochen hätte...! Das bedeutet, dass man medizinisch gesehen keine Hoffnung mehr hat, ihn vom Krebs befreien zu können! Bitte betet einfach für die ganze Familie, dass Gott sie umgibt mit seiner Liebe und ihnen zeigt, dass ER es gut mit ihnen meint, auch wenn dies im Moment so gar nicht zu erkennen ist. Es ist im Moment sooo hart!

 

05. Dezember 2009

Es war schon eine komische Woche...! Gestern, am Freitag, saßen wir zunächst wieder den Vormittag über herum, um zu warten. Dann hieß es plötzlich, wir hätten einen Termin in der Orthopädischen Uniklinik. Wir bekamen einen Taxischein und fuhren dorthin. Dort hatten wir (zum ersten Mal) eine wirklich substantielles Gespräch im Blick auf die OP. Der Professor in der chirurgischen Klinik wollte unbedingt das Votum des Orthopäden zu allem haben. Und das war gut. Nun wurde die OP ein zweites Mal gecancelt. Sie sollte ja am Montag stattfinden. Wir hatten am Abend noch ein klärendes Gespräch mit dem Professor. Am Ende stand nun fest: Irgendwann in der nächsten Woche sollte die OP erfolgen, allerdings wird sie nun so vorbereitet, dass verschiedene Spezialisten mit dabei sein werden. Erst, wenn das gesamte Team für diese sehr spezielle OP zusammen sind, kann die OP stattfinden. Und: Sie wird nun in der Orthopädischen und nicht in der chirurgischen Klinik gemacht. 
Die große Herausforderung und Befürchtung ist nun die unglaublich heikle und wichtige Frage, ob die Nerven und alle Organe (Darm) in Puschels Becken sind, erhalten werden können. Wir müssen klären, welche Bereiche des Tumors, der offenbar schon sehr groß ist, durch die Schwerionentherapie behandelt werden können. Die OP sollte ursprünglich nur den Tumor verkleinern und so die Schwerionentherapie vorbereiten. Jetzt hoffen wir sehr, dass es dabei bleiben kann. Bitte betet sehr um Weisheit der Ärzte für gute Entscheidungen im Blick auf den Umfang der OP! Und betet bitte für eine OP, die nicht alles kaputt macht! Ihr werdet bald mehr erfahren. Danke!
Wir konnten nun gestern Abend für das Wochenende zum Bodenseehof zu Puschels Schwester Esther fahren.

 

08. Dezember 2009

Heute sollte Puschel in der Orthopädischen Klinik stationär aufgenommen werden. Wir hatten dort am frühen Nachmittag ein sehr gutes Gespräch mit zwei Ärzten. Es gibt danach eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Tumor wird operativ entfernt. Dies aber müsste erkauft werden mit irreparablen drastischen Schäden, die auf eine Querschnittslähmung hinauslaufen würden. Oder der Tumor würde verkleinert und bewusst zum Teil drin gelassen werden. Den Rest müsste dann die Schwerionentherapie erledigen. Dabei haben die Ärzte jedoch kein gutes Gefühl, weil sie dem Erfolg nicht trauen. Am Schluss wurde die Frage aufgeworfen, ob eventuell nicht auch zunächst nur eine umfangreiche Schwerionentherapie gemacht werden könnte. Man hat damit noch kaum Erfahrungen. Dies muss nun mit den Strahlentherapeuten durchdacht werden. so beten wir um sehr viel Weisheit für diese Überlegungen. Morgen nun muss Puschel zu aktuellen Aufnahmen mit MRT usw. wieder in die Klinik. Sie musste nun doch nicht dort bleiben, sondern konnte mit zu Bekannten zum Übernachten. Das ist auch ein großes Geschenk! Denn jeder (unnötige) Tag  oder Nacht weniger im Krankenhaus ist gut für Stimmung und Lebensfreude. Das Wochenende am Bodensee hat Puschel sehr ermutigt und erfreut. Ihr könnt es an den Bildern oben sehen. eine OP scheint in dieser Woche nicht mehr realistisch zu sein.

 

10. Dezember 2009

Ein freier Tag ist eigentlich mal ganz schön. Doch lieber wäre es uns, wenn wir wüssten, wie es weitergeht. Morgen soll es noch ein Gespräch in der Orthopädischen Klinik geben. Und wir hoffen, dass wir dann eine möglichst klare Aussage bekommen, ob eine Schwerionenbehandlung möglich werden wird. die Ärzte im Zentrum der HIT (Heidelberger Ionen Therapie) sind bisher nicht sicher, ob sie letzte technische Probleme lösen können. Sie haben mit einer Bestrahlung im Becken bisher keinerlei Erfahrung. Wir hoffen aber und beten, dass sie sich auf gewisse “Experimente” einlassen und es versuchen. Viel zu verlieren ist nicht... Wir werden euch morgen auf jeden Fall mehr wissen lassen.

 

11. Dezember 2009

Jetzt hatten wir gerade ein weiteres gutes Gespräch mit den Ärzten in der Orthopädischen Klinik. Sie waren vorher zu einem wöchentlichen sog. “Tumorboard”. Dort werden die schwierigsten Fälle mit Spezialisten der verschiedenen Bereiche und Kliniken besprochen und abgeklärt. Das Ergebnis für Puschel ist nun: Die Strahlentherapeuten des HIT sind bereit, Puschel komplett  mit der Schwerionentherapie zu behandeln! (Das ist wirklich eine Gebetserhörung!!). Dafür sind wir erst einmal sehr dankbar. Die Voraussetzung dafür ist nun jedoch eine sog “Netzplombe”, die den Darm und andere Organe zusätzlich vor Schäden bei der Bestrahlung schützt. Dafür ist eine OP von Viszeralchirurgen notwendig, die nun so schnell wie möglich erfolgen soll. Wichtig ist, dass die Wunde dann über Weihnachten gut verheilen kann. Wir müssen jetzt nur noch ein Krankenhaus finden, in dem das stattfindet. Denn das könnte auch in Berlin o.a. gemacht werden. Wir müssen nun hier noch einige Dinge abklären und hoffen dann erst einmal nach Hause fahren zu können. Euch einmal mehr vielen vielen Dank für alle Unterstützung besonders im Gebet. Wir haben einen großen Gott, dem wir alles zutrauen dürfen und sollen.

 

15. Dezember 2009

Nun sind wir noch immer auf der Suche nach einer geeigneten Klinik für die notwendige OP, die die Schwerionentherapie vorbereiten soll. Zur Erklärung noch einmal: Es muss vorher noch eine sog. Netzplombe, also eine Trennwand zwischen Tumor und angrenzenden Organen eingebaut werden. Dies scheint allerdings doch nicht so einfach zu sein, wie es auch die Heidelberger Ärzte gedacht hatten. Sie hatten uns gesagt, dies könnte auf jeden Fall auch in Berlin gemacht werden. Allerdings könnte es nun sein, dass wir damit, vielleicht aber auch erst nach Weihnachten, wieder in Heidelberg landen werden. Dies wird sich wahrscheinlich morgen entscheiden. Wir hoffen schon ein wenig, dass Puschel nicht über Weihnachten im Krankenhaus sein muss. Im Moment kommt es aber mehr auf Gründlichkeit und Qualität als auf Schnelligkeit an. Wir lassen es euch wissen, sobald es Neues gibt. Im Moment fühlt sie sich zu Hause sehr wohl. Das Wissen, dass der Tumor aber stetig weiter wächst, treibt doch dazu, Weiteres so schnell wie möglich auf die Reihe zu bringen...

Hier ein paar neuere Infos von Linda für alle, die immer wieder nach ihr fragen und für sie beten: Sie hat ihre letzte Chemo längst hinter sich. Und eigentlich sollte die Operation jetzt stattfinden. Allerdings hat man schon am Anfang Schatten in der Lunge entdeckt, die sich allerdings im Laufe der Behandlung nicht verändert haben. Dennoch will man nun doch vor der Operation noch genau wissen, was das ist. Es wird gerade eine Biopsie gemacht. Das Ergebnis wird aber mindestens 10 Tage auf sich warten lassen. Erst dann kann sie operiert werden. Lasst uns vor allem dafür beten, dass der Tumor komplett entfernt, aber ihr Arm erhalten werden kann! Gott ist da! Ihm wollen und können wir vertrauen!

Vielleicht erinnert Gott diesen oder jenen von euch, auch immer wieder für Tatjana und ihre Familie zu beten. Sie werden es brauchen, vor allem auch, um in all dem Schweren dennoch Gottes Liebe und Fürsorge zu erkennen. Außerdem kann Gott, wie wir wissen, auch da handeln und heilen, wo wir Menschen mit unserem Latein am Ende sind!

 

17. Dezember 2009

Gestern haben wir noch einmal mit Heidelberg in Kontakt. Seitdem ist nun klar, dass diese Operation doch nicht so einfach ist, wohl für Spezialisten, aber eben nicht für jeden. Wir sind jetzt überein gekommen, dass die OP nun auch in Heidelberg gemacht wird. Mit der Chirurgischen Klinik haben wir als Termin für die aufnahme nun den 5. Januar und als OP-Termin den 7. Januar vereinbart. Danach kann dann die Vorbereitung für die Schwerionentherapie direkt auch dort in Angriff genommen werden. Nun hoffen wir, dass keine Zeit versäumt wird (die Bestrahlung kann ohnehin erst in der zweiten Januarhälfte beginnen). Der Tumor wächst nur sehr langsam. Schön ist auf jeden Fall, dass Puschel nun über Weihnachten zu Hause sein kann. Mit den starken Schmerzen kommt sie dank Morphin, bis dahin hoffentlich weiter recht gut klar. Wir hoffen einfach und beten, dass Gott seine Hand weiter über ihr hält. Er ist der “Chef im Ring”. Und IHM vertrauen wir. Danke, dass ihr mit dabei seid!!!

 

21. Dezember 2009

Wir sind jetzt wirklich froh, dass wir einfach gemeinsam Weihnachten feiern können.

Es geht Puschel den Umständen entsprechend gut. Die Umstände sind vor allem davon geprägt, dass sie z.B. seit einiger Zeit dabei ist, ihre Ernährung nach einem bestimmten auf den Krebs zugeschnittenen Konzept um- und einzustellen (z,B. so gut wie komplett zuckerfrei). Dazu kommt, dass der Tumor am sog. Kreuzbein offenbar weiterhin zunimmt. Wir hoffen und beten, dass es nicht so stark geschieht, dass er am Ende für die Schwerionentherapie in der zweiten Januarhälfte dann doch rein von der Masse her ein Problem darstellt. Wir sind Gott zunächst von Herzen dankbar, dass ER uns diese Möglichkeit eröffnet hat und die Fachleute am HIT überhaupt und zudem so schnell bereit sind, diese Therapie zu versuchen. Aber nun können wir auch einfach nur noch Gott vertrauen, dass ER Gutes daraus werden lässt. Euch allen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit! Gott segne euch und vergelte euch alle Liebe und Treue!

Hier ein paar neuere Infos von Linda für alle, die immer wieder nach ihr fragen und für sie beten: Sie darf hoffentlich heute nach Hause. Leider hat sie durch die Punktion der Lunge nun offenbar Probleme bekommen. Irgendwie ist die Lunge danach eingefallen, sodass sie erneut einen Schlauch hinein bekommen musste. Wir hoffen und beten, dass sie nun wirklich nach Hause kann und die Ergebnisse dieser Untersuchung keine weiteren Probleme bedeuten. Sollte dies so sein, soll im Neuen Jahr dann die OP am eigentlichen Problem, dem Tumor in der Schulter, durchgeführt werden. Darüber werden wir dann hier berichten.

 

26. Dezember 2009

Heute möchten wir euch ein weitergeben, das Puschels Cousine Magdalena Holmer aus Bad Blankenburg für und über Puschel geschrieben hat und mit ihrer Band singt. Schaut´s euch einfach an... Ansonsten geht es Puschel unverändert. Die Schmerzen werden immer etwas mehr, es wird Zeit, dass etwas getan wird. Aber wir sind froh, dass sie in diesen Weihnachtstagen zu Hause sein kann. Betrübt sind wir, dass es Linda nicht so gut geht. Neueres zu ihr weiter hinten.

 

was könnte ich über deine geschichte schreiben?

es ist schwer, etwas zu sagen

deine augen, dein lächeln - einfach nur wunderbar

es scheint ein feuer zu sein, das nicht von dieser erde ist!

hinabgefallen, viel ist kaputt gebrochen,

aber du bist immer noch so stark

du läufst, du kämpfst,

und du bist immer so voller liebe.

es ist so viel kaputt, du bist oft erschöpft

immer und immer wieder erlebst du das,

doch du betest, du bist voller hoffnung

du strahlst immer diese freude aus!

du sagst, es sei okay, wenn du gehen musst,

aber du würdest auch gern bleiben;

es ist schwer, auszudrücken,

wie sehr du mich beeindruckst,

was dies für mich bedeutet

du beeindruckst mich so sehr,

wie die vielen anderen auch;

du wirst im himmel einmal überrascht sein,

wie  viele menschen du tief berührt hast

der friede, über den du sprichst,

ich spüre ihn in deinen briefen!

dieser friede in dir kann nur direkt von himmel sein!

ein stern in der nacht, hell und wunderschön

dein licht scheint in der dunkelheit!

es leuchtet mit dem feuer der ewigkeit

SEIN feuer möge dich wärmen,

es möge dein Herz in allem, was dir geschieht ganz fest halten!

 

 

1. Korinther 10,13:
Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. ER lässt nicht zu, dass diese größer sind, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen

Psalm 62,6-9
6 Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; er allein gibt mir Hoffnung.
7 Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei, und niemand kann mir schaden.
8 Gott rettet mich, er steht für meine Ehre ein. Er schützt mich wie ein starker Fels, bei ihm bin ich geborgen.
9 Ihr Menschen, vertraut ihm jederzeit und schüttet euer Herz bei ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht.

Römer 8, 18:
Ich bin ganz sicher, dass alles, was wir zurzeit erleiden, nicht ist, verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken möchte.

Du bist meine Zuversicht

Du bist meine Zuversicht, oh Herr meines Herzens;
alles Andere ist wertlos für mich, außer, daß Du bist. Du ? mein bester Gedanke, am Tag und in der Nacht, ob ich gehe oder liege ? Deine Gegenwart ist immer mein Licht. Du bist meine Weisheit, Du bist mein wahres Wort, ich bin immer mit Dir, und Du immer mit mir. Du bist meine Schild, mein Schwert für den Kampf. Du bist meine Rüstung, und Du bist meine Kraft. Ich beachte weder die Reichen, noch die leere Anbetung der Menschen, Du bist mein Erbteil, jetzt und für immer. Du und nur Du bist der Erste in meinem Herzen. Hocherhobener König des Himmels, Du bist mein Schatz, Du bist mein Schatz. Hocherhobener König des Himmels, wenn die Schlacht vorbei ist, dann erfüllt mich die wunderbare Freude des Himmels, sie strahlt so hell wie die Sonne. Christus meines eigenen Herzens, was auch immer geschehen mag, Du bist meine Zuversicht, mein König über alles, mein König über alles.
© 1998-99 shineMedia by David Decker

1. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der die Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; In wieviel Not Hat nicht der gnädige Gott Über die Flügel gebreitet!
2. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; Denke dran, Was der Allmächtige kann, Der die mit Liebe begegnet.
3. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht; Lobende, schließe mit Amen!
                                                                                                                                     
"Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren," Joachim Neander 1680

Ich will den Herrn loben, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wieviel Gutes ER mir getan hat. Psalm 103,1-2

Ein Gedanke von Puschel zu “Amazing Grace” und Psalm 103:

Wir fragen immer danach, dass Gott uns segnet. Sehen wir denn dann auch, dass ER uns segnet? Ich jedenfalls bin voll gesegnet! Und ihr?

Unglaubliche Gnade
Amazing Grace (original text auf der engl Seite)
Die einen Schuft wie mich errettete!
Ich war einst verloren, aber nun bin ich gefunden,
War blind, aber nun sehe ich.

Es war Gnade, die mein Herz Furcht lehrte,
Und Gnade löste meine Ängste;
Wie kostbar erschien diese Gnade
Zu der Stunde, als ich erstmals glaubte!

Durch viele Gefahren, Mühen und Schlingen
Bin ich bereits gekommen;
Es ist Gnade, die mich sicher so weit brachte,
Und Gnade wird mich heim geleiten.

Der Herr hat mir Gutes versprochen,
Sein Wort macht meine Hoffnung fest;
Er wird mein Schutz und Anteil sein,
So lang das Leben andauert.

Ja, wenn dieses Fleisch und Herz versagen werden,
Und das sterbliche Leben enden wird,
Werde ich, hinter dem Vorhang, besitzen
Ein Leben voll Freude und Frieden.

Die Erde wird sich bald wie Schnee auflösen,
Die Sonne aufhören zu scheinen;
Doch Gott, der mich hier unten rief,
Wird ewig mein sein.

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Holsbybrunn ist eine Bibelschule der internationalen Jugendbewegung der Fackelträger. In den Herbst-Frühjahrsmonaten gibt es hier eine Bibelschule für Jugendliche aus aller Welt. In den Sommermonaten vorwiegend Jugendfreizeiten, im Moment gerade mit Jugendlichen, aus Deutschland.
Wenn von euch Jugendlichen, die ihr dies lest, jemand noch keinen wirklichen Plan für das nächste Jahr (nach seinem Schulabschluss) haben sollte, dann überlegt doch einmal, ob das nicht für einen Durchgang etwas wäre. Es ist die einzigartige Möglichkeit, viel tiefer mit Gott in Kontakt zu kommen, als zu Hause im Getriebe des Alltags oder beim bloßen Geldverdienen. Man kann auch für ein paar Monate hierher kommen. Man ist hier immer in der Gemeinschaft von vielen jungen Leuten aus Amerika und vielen anderen Ländern der Welt.
Es sind wohl noch einige Plätze für den Herbst frei, sodass ein Blick auf die
Homepage und ein paar Erkundigungen sicher lohnen.

Psalm 28,1(HFA):
Nur bei dir, Herr, finde ich Schutz, darum rufe ich zu dir.

Lukas 17,13-14
Sie riefen: "Jesus, Meister! Hab doch Erbarmen mit uns!"
14 Er sah sie an und forderte sie auf: "Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!" Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund.

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Unbeschreiblich

Von den höchsten Gipfeln
bis zu den Tiefen im Meer
offenbart die Schöpfung deine Majestät.
Von den Farben des Herbstes
bis zum Duft des Frühlings
 ist jedes Geschöpf
einzig in dem Lied, das es singt.

Alles ruft:

*Ref.:
Unbeschreiblich, unfassbar;
du hast den Sternen am Himmel
einen Platz zugewiesen
und kennst sie mit Namen.
Allmächtig, unbezwingbar.
Von Ehrfurcht ergriffen
fallen wir auf unsere Knie
und bekennen demütig:
Du bist unglaublich, Gott.

 

Wer hat jedem Blitz gesagt,
wohin er gehen soll
oder hat die himmlischen Lagerhäuser
 mit Schnee gefüllt gesehen?
Wer hat sich die Sonne erdacht
und war die Quelle für ihr Licht
oder verbirgt sie,
um uns die Kühle der Nacht zu bringen?
Niemand kann das ergründen.

 

*Ref. Unvergleichlich, unveränderlich,
du siehst in die Tiefen meines Herzens
und du liebst mich genauso.
Du bist unglaublich, Gott.

Chris Tomlin

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Januar 2008 Maria 291-344
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Februar 2008 Puschel 048_345
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Tagebuch 2009