07. März 2006 - Oder: Wie alles begann
Danke für eure Gebete. Die Reise verlief ohne Probleme. Da ich einen Tag in Atlanta auf meinen Anschlussflug warten musste, haben mich David und Melinda abgeholt und ich konnte eine Nacht in North Caralina (Greenville) übernachten. Es war so gut, sie wieder zu sehen. Nun bin ich bei Alana in Calgary für die nächsten 2 Wochen.
Rückblick...:
Mit
dem Artikel in Idea Spektrum Ausgabe 4/2005 hat meine Reise nach El Salvador begonnen -- erst einmal in den Gedanken. Und nun bin ich,  so Gott will, bald da.
Ich fange mal an mit  Juni 2004. Nachdem ich meine Ausbildung als Kinderkrankenschwester in Stuttgart abgeschlossen habe, bin ich im Juni nach Holsby zu den Fackelträgern in Schweden gegangen. Dort habe ich angefangen, im Adventure(Abenteür)- Bereich zu arbeiten. Was das bedeutet, könnt Ihr euch mal unter
www.holsby.org ansehen. Mein Plan war, im September 2005 Arbeit in Deutschland zu suchen. Doch Gottes Plan war dies offenbar nicht, und so bin ich kurzer Hand länger geblieben.
Über den Winter habe ich verschiedene Arbeiten an der Bibelschule übernommen. Hauptsächlich habe ich einer Freundin geholfen, manche traumatischen Erlebnisse in ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten.
In den Winterferien hat mich meine Familie besucht. Sie haben auf unserem Küchentisch ein Idea Spektrum auf dem Tisch liegen gelassen. Viele von euch kennen mich ja, es war eben kaum so, dass ich dachte: „Schön da liegt was zum lesen!“ . Normalerweise lese ich irgend etwas eben nicht, nur, weil es da liegt. Da habe ich andere Hobbys...!
Wie auch immer  ich habe  diesen Artikel tatsächlich gelesen.
Und normalerweise sind meine Gedanken nach solch einem Artikel so gewesen: „Es tut mir leid, aber ich habe kein Geld, um euch zu helfen!“ Und obwohl das so ist, zeigte Gott mir irgend wie, dass er nicht Geld, sondern irgend etwas anderes von mir wollte.
Er ließ mich nicht so recht in Ruhe. So habe ich  zu Jesus gesagt, dass wenn er Türen öffnet, ich bereit wäre, nach El Salvador zu gehen.
Gott hat mich darauf hin immer wieder an diesen Artikel erinnert, bis ich dann endlich nach einem Kontakt geforscht habe. Es kamen mir natürlich die Gedanken in den Kopf, dass ich ja kein Spanisch spreche und eigentlich als Kinderkrankenschwester im Krankenhaus arbeiten könnte und  außerdem wirklich ein Geld habe, um sötwas zu tun. Doch Gott hat mir  Matthäus 6 “vor die Nase gehalten”.
Mt 6,32 Mit solchen Dingen beschäftigen sich nur Menschen, die Gott nicht kennen. Eür Vater im Himmel weiss doch genau, dass ihr dies alles braucht.
Mt 6,33 Sorgt euch vor allem um Gottes neü Welt, und lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.
Mit Mathäus 9 hat er noch mal unterstrichen, dass er in diesem Fall für mich die Kinder von El Salvador  meint…
Mt 9,36 Als er die vielen Kinder/Menschen sah, hatte er großes Mitleid mit ihnen. Sie waren hilflos und verängstigt wie eine Schafherde ohne Hirten.
Das alles war im Februar/März 2005. Im Frühjahr und Sommer habe ich wieder im Adventure gearbeitet - und bis Ende September kein definitives Ja oder Nein von El Salvador bekommen. Mir war allerdings klar, dass ich darauf warten sollte. Gott hat mir gezeigt, dass ich in Holsby bleiben und abwarten sollte.  Ich habe Gott gesagt, dass  er dies bestätigen sollte, indem er mir  einen Schlafsack zukommen lässt, denn Schweden ist  es im Sommer einfach traumhaft schön. Geld aber hatte ich für den Schlafsack nicht. Ich brauche euch ja nicht zu erzählen wie es weiter ging, denn ich bin noch bis zu Dezember in Schweden geblieben....
Die letzten drei Monate habe ich in der Küche gearbeitet. Ja meine lieben Leute: Puschel hat gekocht. Und zwar für die ganze Bibelschule...  Was meint Ihr, wie gesegnet das Essen war, besonders, wenn ich alleine gekocht habe.... Ich habe soviel in der Küche gebetet, dass die 70 Leute ohne Schaden für Leib und Leben davon gekommen sind...!
Ich bin Gott überaus dankbar für die Zeit, die ich in Schweden sein durfte. Er hat mir viele Freunde an die Seite gegeben und mich in Seine Schule gestellt in einem Mass, wie ich es nie in Worte fassen kann. Im Rückblick kann ich nur einen wunderbaren Segen über dieser Zeit sehen.
Ps 34,6 Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht.
Diese Worte hat Gott mir Tag für Tag neu in Holsby bestätigt. Das Wichtigste ist, den Blick zu Ihm zu behalten,  den Rest wird er tun. Was für eine Gewissheit! Ich bin so dankbar, sein Kind zu sein! Ein Kind des Königs der Könige! Für dieses Vorrecht (das ja jedem offensteht!!) sollten wir dankbar sein und es nutzen!
Nun ist Februar 2006, und ich halte mein Fluticket nach El Salvador in meiner Hand. Wie ihr seht, hat Gott bisher alles Nötige beschafft. Ich kann sogar schon 5 spanische Wörter fließend sprechen - Hola, Me llamo es Puschel, and Gracias...
Ich will meinem Herrn ganz und gar vertrauen - ich weiß in der Tat nicht, was mich erwartet. Ich bin echt gespannt auf dieses Land, seine Menschen, eben auf den Platz, an den Gott mich stellt.
Was für ein großer Gott unser Gott doch ist! Lobet den Herrn - oder auf neudeutsch: praise the lord!!

 

08. März 2006
Bin nun in El Salvador!!! Hatte eine gute Reise.

 

25. März 2006
Die Zeit mit Alana war sehr schön.(habe keinen Bären oder Berglöwen getroffen) Nun bin ich in Idaho bei Liesl und Ihrer Familie (sie hat 5 Geschwister). Wir haben viel Spass zusammen. Ich konnte auch Toms Familie besuchen und habe Russel getroffen (falls jemand die Leute kennt) Oh, und wir waren Ski fahren auf dem "Schweizer" und sind ohne Knochenbrüche davon zurück gekommen. Am 27. und 28. werde ich unterwegs nach El Salvador sein.
Ich danke euch sehr für alle eure Gebete und Unterstützung!

Anfang April 2006
Nun ist es wirklich an der Zeit, dass ich mich ausführlicher bei euch melde.
Es tut mir Leid aber es ging nicht früher. Ich war die ganze Woche beschäftigt.
"Vertraü dich dem Herrn an und sorge dich nicht um deine Zukunft! Überlasse sie Gott, er wird es richtig machen." Psalm 37.5 ...
Er hat mich richtig geführt. Ich habe es nie angezweifelt jedoch heißt es nicht, dass ich Urlaub in El Salvador habe. 
Also Ich fang mal von vorne an.
Nach dem ich auf dem Flughafen in Atlanta meine Nacht verbracht habe, bin ich endlich in mein Flugzeug nach San Salvador gestiegen. Gott hat mich schon da gesegnet. Neben mir saß ein junges Ehepaar von Nordamerika das auf einen Missionstrip nach El Salvador wollte. Wir hatten eine gute Unterhaltung und es war sehr ermutigend für uns.
Auf dem Flughafen angekommen, wurde ich mit 37 Grad Hitze empfangen. El Salvador ist ein schönes Land. Die meisten Bäume habe ich noch nie zuvor gesehen. Und die Vögel höre ich immer fleißig von meinem Zimmer aus singen. Ich wohne bei Gary (meinem Boss) und seiner Familie(Amerikaner). Sie haben ein Haus mit einem kleinen Garten in San Salvador. Ich habe ein eigenes Zimmer mit Bad. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier wohnen kann.
Das Kinderheim (ich kürze es ab mit Mfh - "my fathers house")ist in einem anderen Teil von der Stadt. Gleich am nächsten Morgen wurde ich hingefahren.
Es daürt mit wenig Verkehr etwa 30 min. Auf dem Weg dorthin sieh man, dass El Salvador ein sehr armes Land ist. Der Verkehr ist ein "wenig" anders. Aber dazu komme ich ein anderes Mal.
Bei Mfh angekommen wurde ich von vielen Kindern empfangen. Hier mangelt Es an Platz. Wir haben derzeit 48 Kinder in 5 Schlafräumen. (8 Monate bis 16 Jahre) Für die Kinder bin ich gerade noch sehr interessant, weil ich neu bin und vor allem helles Haar und blaü Augen habe. Ich war vor kurzem in der Stadt essen und da war nicht ein El Salvadoraner, der sich nicht umgedreht hat. Ich möchte hier eigentlich niemanden den Kopf verdrehen...!
Okay, wir haben nicht immer 37 Grad. Zur Zeit sind es etwa 30 Grad, da wir noch in der Sommerzeit sind. Jedoch beginnt die Regenzeit bald. Das bedeutet, dass es einige Monate nachts kräftig regnet, und tagsüber ist die Sonne da. Dann wird es für eine Weile nur regnen... Die schönsten Monate sind normalerweise Dezember und Januar.
So, nun zu meiner Arbeit hier. Meine Stelle gab es vor mir noch nicht. Das ist ein Teil meiner Herausforderung hier. Ich bin nun die Krankenschwester für 48 Kinder. In der nächsten Zeit muss ich viel erarbeiten, beobachten usw. Es ist um einiges schwieriger durch mein nicht vorhandenes Spanisch... Mein Tag verläuft ungefähr so: Ich stehe zwischen 5 und halb 6 auf. Mein Haus verlasse ich etwa gegen 7. Ich werde zum Kinderheim gefahren. Gegen 6 komme ich normal nach Hause. So war es jedenfalls die letzte Woche. Gerade versuche ich, mir alle Namen zu merken und die Kinder kennen zu lernen. Ich bin dafür zuständig, alle Medikamente oder ähnliches rauszugeben beziehungsweise auch zu sagen, was die Kinder brauchen. Also bisschen anders als in Deutschland.

So, ich glaube, die Informationen sind erst einmal genug fürs erste.
Ich danke Gott,   - dass er mich sicher hier her gebracht hat.
                  - für die Familie Powell
Betet ihr mit für - ein schnelles Erlernen von spanisch und kennen
                    lernen der Kinder
                  - Kraft und Weisheit für meine Arbeit!!!
                  - ich werde auf alle Fälle einmal krank... dass es
                    mich nicht zu schlimm erwischt

Ich danke euch sehr für alle Unterstützung!!!
Gott segne euch!

Eure Puschel

 

22. April 2007
Meine lieben Freunde,
nur einige von euch wissen, dass ich seit etwa einer Woche zurück in Deutschland bin. Ich hatte in den letzten drei Monaten starke Probleme mit meinem rechten Bein. Darum hat meine Versicherung jetzt dafür gesorgt, dass ich, um eine gute Behandlung zu bekommen, nun wieder hier bin. Zunächst konnte ich in der Nähe meiner Heimat gründlich untersucht werden. Diese Untersuchungen aber ergaben, dass meine Probleme nicht, wie ursprünglich angenommen, mit Ischias oder Bandscheiben zusammenhängen, sondern mit einem Wuchergewebe innerhalb meines Beckens. Dort wächst auf der Innenseite der rechten Beckenschaufel ein (feindliches) Gewebe, das den Knochen massiv angreift und gleichzeitig auf die Nerven (Ischias) drückt und so die Schmerzen verursacht.
Der Arzt in Plau am See, einer guten, fast Spezial-Klinik hier in der Nähe ist sehr besorgt. Er hat mich nun für das Wochenende nach Hause geschickt und vermittelt, dass ich am Montag (23.4.) nach Berlin in eine für diese Probleme direkt spezialisierte Klinik komme, um dort noch spezieller untersucht und behandelt zu werden.
Ich kann euch nicht wirklich beschreiben, welchen Frieden, welche Kraft und welche Hoffnung mich erfüllt.  Menschlich und rein gesundheitlich sieht es im Moment ziemlich düster aus! Aber es ist nicht nur schlecht. Ich kann sehen, wie Gott gerade jetzt manche Herzen näher zu sich hinzieht.
Ich weiss, dass SEIN Plan perfekt ist, (auch wenn wir manchmal das Ganze nicht verstehen können - Jer. 29,11)
Ich bin physisch oft müde, ich kann nicht viel tun. Immerhin kann ich jetzt verstehen, weswegen ich in den vergangenen Monaten oft so müde war. Mein Bein ist immer schlimmer dran, aber ich bekomme sehr gute Medizin.
Danke, danke euch allen für alle Gebete. und alle Unterstützung. Gott segne euch.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

25. April 2006
Kleine Geschichte für den Tag... vor ein paar Tagen sind wir zum Doktor gefahren. Zürst hiess es, dass wir 2 Kinder mitnehmen. Aber schlussendlich sind wir mit 6 Kindern und 5 Erwachsenen gefahren - in einem normalen PKW.
Es war besser den Platz und den Doktor richtig auszunutzten....!

27. April 2006
Meine Freunde, die Zeit verfliegt wie im Fluge. Nun bin ich schon fast einen Monat hier. Die Tage sind nie gleich. Ihr wisst ja, dass Kinder immer für Überraschungen sind.
Heute morgen habe ich Epheser 1,17 - 21 gelesen. Ich weiss, dass einige von euch für mich beten und ich kann euch nur sagen, dass Gott mir Weisheit für jeden Tag gibt. Und er öffnet meine Augen für die Dinge, die für den Tag wichtig sind.
Und er zeigt mir seine Treü, wie er es uns verspricht. Wir vergessen oft, was für Kraft wir haben durch IHN. Wie haben die pure Freiheit durch ihn. Und das ist eine viel grössere Freiheit, als ein Adler in der Luft haben kann. Ich meine wir wünschen uns manchmal, frei zu sein wie ein Vogel, aber durch ihn können wir noch viel grössere Freiheit haben!
Die Osterwoche war sehr schön. Ich habe Zeit mit meiner Familie Powell verbracht. Einmal sind wir zu einem Vulkan gefahren. D.h wir sind umgeben von schlafenden, wie man das hier nennt. Aber der, zu dem wir gefahren sind, war aktiv. Ihr könnt euch Bilder auf der
Bilder-Seite ansehen. Naja und sonst bin ich immer noch am Namen lernen. Die meisten Kinder hier haben 2. Und mein spanish... ich lerne jeden Tag ein paar Wörter mehr . Einige Kinder sind immer noch erkältet. So bitte betet weiter dafür.
Bisher bin ich noch nicht krank geworden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ihr könnt beten, dass die Verantwortlichen weise Entscheidungen treffen, was die neü Farm betrifft. Und wir brauchen dringend einen neün guten Psychologen. Bitte betet, dass wir den Richtigen finden, der eine Hilfe für die Kinder ist. Ich danke euch sehr!

Eure Puschel

 

29. April 2006 - Dienstag morgen...
Freunde bitte betet für mich!
Seit dem ich hier in El Salvador bin, haben wir daran gearbeitet, für mich das Bleiberecht und ein dauerhaftes Visum zu bekommen. Es ist sehr viel Papierkram mit Anwalt und viel Geld, aber es ist der richtige Weg, um hier bleiben zu können. Bisher hat El Salvador nicht eingewilligt.
Mein Visum verfällt am 25. dieses Monats. Gary mein Boss und Dad (von der Familie, mit der ich lebe) wird am Donnerstag für einige Tage verreisen. Vor allem er kann mir helfen, um die Unterlagen dafür zu bekommen und mit den entscheidenden Menschen zu reden. Denn er ist auch der Präsident von unserem Kinderheim und steht damit auf meinen Papieren als der, der es beantragt.
Meine Lieben ich bin euch sehr dankbar, wenn ihr beten, daß wir Weisheit haben, das Richtige zu tun.
Und daß Gott uns hilft, das Wohnrecht oder ein verlängertes Visum zu bekomme,  auch wenn es jetzt menschlich unmöglich erscheint. Ich möchte nicht wirklich in einer Woche das Land verlassen müssen!!
Danke für eure Gebete, eure Gedanken und eure Fürsorge !

 Ihn, den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Herrlichkeit gehört, bitte ich darum, euch durch seinen Geist Weisheit zu geben, dass ihr ihn immer besser erkennt und er euch seinen Plan zeigt. 18 Er öffne euch die Augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welch unvorstellbar reiches Erbe auf alle wartet, die zu Gott gehören.
19 Ihr sollt erfahren, mit welch unermesslich großer Kraft Gott in uns, den Glaubenden, wirkt. Ist es doch dieselbe Kraft, 20 mit der er Christus von den Toten auferweckte und ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab! 21 Mit ihr hat Gott ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften dieser und der zukünftigen Welt.

22. Juni 2006
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Ph 4:6-7
 Meine Freunde diesen Frieden hatte ich die ganze Zeit. Ich weiß , daß, was auch immer ER macht, ist perfekt für mich. Ob ich das Land verlassen muss oder hier bleiben darf. Er weiß, was richtig ist.
Und nun kann ich euch sagen, daß ER denkt, daß es für mich völlig okay ist, hier für mindestens 3 weitere Monate zu bleiben. Ich habe gerade mein erweitertes Visum bekommen. Ich bin so dankbar. Die Leute in der “Immigration” waren um 100% freundlicher als am Freitag, wo wir versucht haben, meinen “Wohnsitz” zu bekommen. Und ich habe mein Visum innerhalb von 30 min. bekommen!! Nächste Woche brauche ich nur noch einen Stempel, für den ich schon bezahlt habe.
So nun könnt ihr Gott danken!!! Ich danke euch für eure Gebete!

Eure Puschel

 

25. Juni 2006
Oh ich bin so dankbar, dass ich an diesem Ort weiterhin sein darf. (bitte betet weiter, dass ich mein Wohnrecht bekomme,SSL14977-2 ansonsten bekomme ich in 3 Monaten die gleichen Probleme.) In den letzten 3 Monaten habe ich viel gesehen und gelernt.
Ich habe euch geschrieben, daß ich euch mal erzähle, wie der Verkehr hier in San Salvador ist. Ihr könnt einige Bilder auf dieser Seite sehen. Es wird immer schwieriger, das zu beschreiben, weil ich mich so schnell an alles hier gewöhnt habe. Wie ihr sehen könnt, sind die meisten Polizeiautos nicht in der besten Verfassung. Oft fehlt das Nummernschild oder eine Lampe. Oft sehe ich die Pickup-Trucks gefüllt mit Polizei auf der Ladefläche. Und auch die normalen Autos sind überfüllt, damit die ganze Familie mit kann. Das ist erlaubt, aber gleichzeitig kriegt man Probleme, wenn man sich als Fahrer nicht anschnallt.
Wir haben viele Busse auf den Strassen. Und die sind normal extrem voll. Ich weis nicht, wie Leute da rauskommen wenn sie raus müssen. Die Türen sind meistens offen und Leute stehen in der Tür oder hängen besser gesagt halb drin und halb draussen. Manchmal kommt aus den Autos und Bussen soviel schwarze Abgase raus dass man anhalten muss, um wieder eine gute Sicht zu bekommen. Und wenn man das Fenster unten hat... mmm.
Oh, und der Stärkste darf als erster fahren. Es passiert öfter mal, daß bei einer roten Ampel, alle versuchen über die Kreuzung zu kommen so daß alle in der Mitte stecken bleiben. Und was passiert danach? Jeder hupt erst mal, so laut er kann und versucht dann irgendwie da raus zu kommen. Das grösste und lauteste Auto gewinnt.
Dann sind da die Menschen an der Strasse. Die riskieren immer viel, um über die Strasse zu kommen, da sie nicht warten wollen. Aber zur gleichen Zeit halten die Autos wegen Fussgängern nicht an. Hinzu kommen die Menschen die alles an der Strasse verkaufen. Oder sogar auf die Strasse gehen, wenn die Ampeln rot sind. Manche versuchen, durch Frontscheiben putzten, Feuerspucken oder Jonglieren, Geld zu verdienen. Oder durch Betteln.
Das Kinderheim ist in der Stadtmitte, wo wir ein Haus für die Kinder mieten. Meine Familie und ich leben in einem anderen Stadtteil, wo es etwas ruhiger ist. Jedoch nicht sicher genug um alleine draussen spazieren zu gehen. 
Ich werde oft gefragt, wie es mit meinem Spanisch läuft. Ich lerne langsam dazu. Zur gleichen Zeit lerne ich aber auch Englisch, da meine Familie aus den USA ist.
Die letzten Wochen habe ich in hygienisch wichtige Bereiche vom Kinderheim geschaut. Was gleichzeitig vorsorge für bzw. gegen z. B. Parasiten bedeutet.
Wir hatten viele Arztbesuche. Einmal in der Woche besuchen wir eine Universität, wo die Zähne von den Kindern kontrolliert und behandelt werden. Es ist lustig, wenn wir 10 Kinder zwischen 3 und 7 Jahre auf einmal mitnehmen.
Ein anderes Mal, bin ich mit einem von unseren Babies im Krankenhaus geblieben, weil es Probleme mit Krampfanfällen hat. Wisst ihr, in Deutschland regen sich Menschen im Krankenhaus auf, weil der Service so schlecht ist und sie vielleicht mehr als einen Bettnachbarn haben. Da möchte ich euch mal was erzählen:
Auf der Station, auf der unser Baby lag, musste ein Kind über Tage per Hand beatmet werden, weil es keine Beatmungsmaschine gibt. Und ein Freund hat mir von einem anderen Krankenhaus erzählt, wo alle Patienten in einer Halle liegen und nur 2 Krankenschwestern zu sehen waren. Wir sollten dankbar sein für die medizinische Versorgung in Deutschland!

(später mehr...)

29. September 2006
"Be Thou my Vision, O Lord of my heart;
Naught be all else to me, save that Thou art.
Thou my best Thought, by day or by night,
Waking or sleeping, Thy presence my light..."

"Ich klammere mich an dich und du hältst mich mit deiner starken Hand." Psalm 63:9

"Überlasse alle deine Sorgen dem Herrn! Er wird dich wieder aufrichten; niemals läßt er den scheitern, der treu zu ihm steht." Psalm 55:22

Ich könnte bis heute abend hier sitzen und euch Verse schreiben die darüber erzählen, wie sehr Gott sich um seine Kinder kümmert. Er möchte den Alltag mit seinen Kinder verbringen.
Wir hatten und haben einige Zeiten, wo Gott uns zeigt, daß "My fathers house" wirklich seins ist. Das wir ihm vertrauen können, was immer auch kommen mag. Einige Kinder haben unser Haus aus verschiedenen Gründen verlassen, Mitarbeiter mußten gehen und neue kommen, wir mußten mit dem Staat verhandeln etc. Das Leben ist jedenfalls nicht langweilig, meine Freunde! Es ist großartig, ein Zeuge von Gottes Arbeit hier in EL Salvador zu sein.
Eine von unseren ehemaligen Mitarbeiterinnen hat eine 8 jährige Tochter. Sie hat Dengue Hemorrhagic bekommen. Das ist hier eine durch Insekten verursachte lebensgefährliche Krankheit. Die Patienten haben hohes Fieber und fangen innerlich an zu bluten. Dazu hatte sie eine Lungenentzündung und noch andere Komplikationen. Sogar die Ärzte haben absolut keine Hoffnung mehr für sie gehabt. (Sie hat Blut gehustet und gespuckt.) Sie wurde als “schlimmster Fall mit dieser Krankheit zur Zeit” zwei mal hier in den Zeitungen erwähnt. Am Anfang von ihrem Krankenhausaufenthalt hat sie zu ihrer Mutter gesagt "Mami, mach dir keine Sorgen, Jesus wird mich heilen." Und er hat!!! Sie wurde von der Intensivstation entlassen. Danke Jesus!!!
Die Tochter von unserem Busfahrer hat auch Dengue bekommen. Ihre Eltern haben sie ins Krankenhaus gefahren, aber sie mußten sie wieder mit nach Hause nehmen, weil das Krankenhaus an dem Tag keinen Platz mehr hatte. Zu Hause wieder angekommen haben Mitarbeiter und Familie f gemeinsam dafür gebetet das ihr Fieber runter geht und sich ihr zustand bessert, damit sie nicht ins Krankenhaus muß. Seit diesem Abend hatte sie kein Fieber mehr und mußte nicht mehr zurück zum Krankenhaus.
Bei uns mußten Mitarbeiter gehen, und das war sehr schwer für die Kinder. Jedoch wurden wir nun mit einer Psychologin, einer neuen Direktorin, neuen Sozialarbeiterin und neuen Kindermädchen gesegnet. Und alle wissen sich von Gott berufen und kommen nicht wegen der Arbeit oder des Geldes. Das macht einen großen Unterschied, wenn man weiß das sie Leute nicht fürs Geld arbeiten, sondern für Gott und die Kinder.
Ich habe euch am Anfang mal erzählt, daß unser Haus für 42 Kinder sehr klein ist. Und wie ihr euch vorstellen könnt - das Leben wird nicht einfacher wenn die Kinder größer werden. Und vor allem, wenn man Jungs und Mädels an einem so engen Platz hat. Unserer Missionar hat durch Gottes Hilfe ein Doppelhaus gefunden. Die Vermieterin ist mit ihrem Preis um die Hälfte runter gegangen. Sie hat eine adoptierte Tochter und versteht unseren Willen, den Kindern zu helfen, sehr gut. Die Häuser sind in einem sichereren Gebiet und nicht sehr weit von meinem zu Hause entfernt. Zwei Strassen weiter ist sogar ein Fußballfeld und Spielplatz... es könnte einfach nicht perfekter sein.
Dankt ihr Gott mit mir  für alle Dinge die in letzter Zeit passiert sind und, daß er uns die Kraft dazu gegeben hat? Für  alle harten Zeiten die wir durchlaufen mußten, denn dadurch war es IHM möglich, uns noch mehr zu segnen. Bitte behaltet den Umzug im Gebet. Es ist nicht das einfachste, so viele Kinder umziehen zu lassen. Wir werden die Zeit nutzen, um einige Veränderungen zu machen. Danket Ihm für all die Spenden, die es möglich gemacht haben, daß wir umziehen können, um den Kindern ein besseres zu Hause zu geben. Ich könnte euch noch viel Kleinigkeiten erzählen, wie Gott die Türen geöffnet hat, damit wir umziehen können... im Oktober gehts also nun los!
Wir brauchen Weisheit für all die notwendigen Überlegungen. Und Menschliche und Materielle Hilfe, um das neue und alte Haus zu bearbeiten.
Betet für die Kinder, daß sie den Umzug und die Veränderungen gut verkraften. Sie haben ihn ihrem Leben schon so viele Veränderungen gehabt. Und nun sollen   sie endlich mal zur Ruhe kommen. Betet für die Herzen unserer Kinder. Danke, danke, danke!!

 

 

09. August 2006

Gott sei Dank!
Am 9.8 habe war es mir möglich, meinen Antrag für den Vorläufigen Wohnsitz loszuwerden.
(Mein Visum endete am 12.8)
Letzte Woche hatten wir eine Missionsgruppe von Virginia hier. (60 Leute) Einige von ihnen haben im Kinderheim ausgeholfen, einige Picknicktische gebaut, und der Rest war auf einem medizinischen Einsatz. Ich hatte die Möglichkeit in den Medizinischen Einsatz zu helfen. Wir sind auf die Dörfer gefahren und haben freie Medizinische Hilfe gegeben. Wir hatten Ärzte aus den USA und von El Salvador im Team.
Es war ein Erlebnis die dankbaren Menschen zu sehen. Aber auch zu sehen, wie die Ärzte nach den Behandlungen mit den Patienten gebetet haben.
Mmm... -  einige von euch haben ein paar Bilder von mir gesehen, auf denen ich  in nicht gerade hübschester Verfassung war, wegen einem kleinen Unfall... und mich haben einige Leute gefragt, was passiert ist.
Meine "Schwester" Whitney hat sich an mich gelehnt (nach dem Abendessen bei PizaHut was Freitagabend Tradition ist) und ein anderes Mädel ist gekommen und hat ihr die Beine angehoben. Sie dachte, dass ich Whit in meinen Armen hätte, aber das war nicht der Fall. So habe ich so schnell ich konnte versucht sie zu halten, damit sie nicht fällt. Doch da habe ich das Gleichgewicht verloren, und wir sind beide hingefallen. Whit ist auf ihren Hinterkopf gefallen und hatte für ein paar Tage Kopfschmerzen. Und ich bin mit meinem Gesicht direkt auf die Kante vom Fussweg gefallen. Ein paar Sekunden später habe ich festgestellt, dass meine Zähne nicht mehr das waren was sie einmal waren. Ich meine etwas kürzer als ne Minute davor....
Da wir hier in der Hauptstadt wohnen, war es mir möglich, selbst am Samstag morgen einen Zahnarzt zu besuchen, der mich wieder zusammen geflickt hat. Ausgenommen von einem verschrammten Kinn konnte man nichts mehr vom Unfall sehen. Da meine Vorderzähne immer noch Probleme machen, werde ich weiter in zahnärztlicher Behandlung bleiben müssen. Die Nerven von den Zähnen waren nicht sehr beglückt Über den Fall ....

 

1. Dezember 2006
1. Thess 5:24: Treu ist er, der euch ruft; er wird's auch tun.
Niemand hat jemals Untreue von Gottes Seite erfahren.
Denkst du, dass du der Erste sein wirst?!  Nein niemals,  weil Gott treu ist!
Das war ein Ausschnitt aus meinem Journal von dieser Woche.
Ich möchte euch ein Beispiel von gestern geben:
Am Freitag hat Gary einen Scheck unterschrieben, der für das Essen und Medizin für die Kinder für die nächste Woche sein sollte.
Er wusste, dass wir genau einen Cent auf unserem Konto hatten.
Doch genauso gut wusste er auch, dass „La casa de mi padre“ ein Werk Gottes ist und er versprochen hat, dass er sich um die Kinder kümmern wird.
Im Glauben und Vertrauen daran hat er den Scheck unterschrieben.
Ratet mal was passiert ist....
Nächsten Morgen ist ein älteres Ehepaar auf ihn zu gekommen und hat Gary gesagt, dass sie von Gott wüssten, dass sie Geld zu „La casa de mi padre“ geben sollten…
Gott ist treu!  (falls du Englisch kannst, dann kannst du einen genaueren Bericht hier nachlesen)
Im letzten Monat hat sich viel geändert. Wir sind mit unseren Kindern umgezogen.  Die Kinder und Mitarbeiter freuen sich an der neuen Umgebung.
Es ist schön zu sehen, wie die Kinder in dem kleinen Garten herumtoben können. Wir haben mehr Räume, was für die Kinder mehr Erholung bedeutet.
Unser Vermieter hat uns einen großen Hund hinterlassen, und der freut sich seines Lebens!  Er hat immer jemanden zum spielen (Ich bin seine Patentante – siehe Titelseite)! 
Natürlich war der Umzug  etwas stressig. Aber dafür, dass wir mit 40 Kindern umgezogen sind, lief es sehr gut. Wir haben gute Hilfe von außerhalb bekommen. 
Nun haben die Kinder Sommerferien bis Februar. Die Regenzeit ist vorbei und der so genannte Sommer beginnt. Das bedeutet es wird etwas windig und
man sieht keine Wolke am Himmel. In der Nacht gehen die Temperaturen runter bis zu 15C im Durchschnitt. Ihr findet das vielleicht warm, aber mir wird hier mittlerweile
schon bei 20C kalt. Ja ich weiß Kanada mit -40 ist etwas kühler…!
Unsere Kinder werden nun viel zu Hause sein. Wir habe einige Aktivitäten geplant, und einige Gruppen kommen auch um Partys mit unseren Kindern zu feiern.
Das bedeutet Spiele und viel Süßigkeiten und eis. Einige von unseren älteren Kindern haben die Möglichkeit, extra Unterricht zu bekommen, wie zum Beispiel
Computer oder Backunterricht. Das wird ihnen für die Zukunft helfen.
Ich selber habe nun Unterricht in Spanisch angefangen. Ich kann zu einer nahe liegenden Universität gehen und bekomme von Montag bis Freitag  für fast 2 Stunden Unterricht.
Das sollte helfen, meine Grammatik zu verbessern.
Am 9. November bin ich zum Amt Immigration gegangen, weil mein Antrag für meinen „Wohnsitz“ immer noch nicht durch gegangen ist und meine Karte, die ich bekommen habe,
abgelaufen ist. So habe ich eine weitere Karte bis April bekommen. Das reicht jetzt erst einmal…. Danke Gott

Euch allen Gottes Segen!

Eure Puschel

 

Hier beginnen Puschels Tagebuchaufzeichnungen im Internet. Es war die einfachste Möglichkeit, die Freunde zu Hause über ihr Ergehen, nachdem sie aus Schweden, wo sie knapp zwei Jahre bei den Fackelträgern in Holsbybrunn, Smaland, mirgearbeitet hatte,  gekommen und nach El Salvador ausgereist war, zu informieren.

Von März bis Dezember 2006 -
Der Anfang der Aufzeichnungen

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Wie alles
begann