Panorama

Hier kommt Puschel selbst zu Wort!!

Unbeschreiblich

Von den höchsten Gipfeln
bis zu den Tiefen im Meer
offenbart die Schöpfung deine Majestät.
Von den Farben des Herbstes
bis zum Duft des Frühlings
 ist jedes Geschöpf
einzig in dem Lied, das es singt.

Alles ruft:

Ref.:
Unbeschreiblich, unfassbar;
du hast den Sternen am Himmel
einen Platz zugewiesen
und kennst sie mit Namen.
Allmächtig, unbezwingbar.
Von Ehrfurcht ergriffen
fallen wir auf unsere Knie
und bekennen demütig:
Du bist unglaublich, Gott.

 

Wer hat jedem Blitz gesagt,
wohin er gehen soll
oder hat die himmlischen Lagerhäuser
 mit Schnee gefüllt gesehen?
Wer hat sich die Sonne erdacht
und war die Quelle für ihr Licht
oder verbirgt sie,
um uns die Kühle der Nacht zu bringen?
Niemand kann das ergründen.

 

Ref. Unvergleichlich, unveränderlich,
du siehst in die Tiefen meines Herzens
und du liebst mich genauso.
Du bist unglaublich, Gott.

Meine lieben Freunde,

Es ist wirklich schwer zu beschreiben:
mein Körper verliert nach und nach an Funktionen, aber mein Herz ist
voller Hoffnung. Mit dem Monats-Bibelvers für März ist es aber schon besser
zu verstehen: „ Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, denn von Ihm
kommt meine Hoffnung.“ Psalm 62:6 Bisher konnte man noch meinen, dass
ich Hoffnung habe, weil ich optimistisch bin und denke, dass die Medizin ja
heute so große Fortschritte macht und mir helfen kann.
Erst gestern habe ich mit einer älteren Dame gesprochen. Sie meinte, dass das Wichtigste ist, nie die Hoffnung zu verlieren. Doch worauf? Ihre Antwort ist: „dass du alt wirst“.
Doch, ich habe Jesus einmal mein Leben anvertraut, darum brauche ich mich daran nicht zu klammern.
Ich denke, menschlich gesehen würde ich damit auch die Realität ausblenden. Denn ich bin totkrank!
Meine Perspektive ist aber die eines Menschen, der weiß, dass Jesus hier und jetzt da ist. Er tut Wunder. Doch geht es um weit mehr, als darum, mich auf diesem Planeten zu behalten. Ich werde eines Tages sterben, wie jeder von uns. Doch ich habe die Gewissheit, dass ich eine viel schönere „Welt“ erleben werde. Jesus hat diese Hoffnung in mir verankert, ohne dass ich etwas dazu tue. Danke, Jesus!
Dass diese Hoffnung in mir lebt, bedeutet aber ja nicht, dass mir der „Zerfall“ meines Körpers erspart bleibt oder nichts ausmachen würde.
Erst gestern schrie ich zu Dir Jesus, als mir sehr übel war und die Schmerzen kaum zu ertragen... und Du hast mein Gebet erhört. Es war als wenn ich von Dir durch die nächtlichen Stunden getragen wurde... du trägst mich, ich muss nur fragen. Warum fällt es mir oft so spät ein, dass ich Jesus im „Herzen“ habe, der nur darauf wartet gefragt zu werden. Sich aufdrängen ist nicht seine Art.

Es ist leicht, im Getriebe des Alltags zu vergessen, was wirklich wichtig ist. Auf wen kann ich mich 100% verlassen? Als erstes versuche ich meist, mich auf mich selber zu verlassen. Doch das ist einfach dumm von mir!
Jesus ist der Sohn Gottes, unseres Schöpfers. Sich auf Ihn zu verlassen, das ist das einzig Kluge. Sein Angebot steht. Ich muss mich nur entscheiden, Ihm zu vertrauen. Ich verlasse und stütze mich viel zu wenig auf Ihn. Selbst schuld, würde ich sagen!
Sich auf Jesus zu verlassen bedeutet nicht, dass Er uns aus ungemütlichen Lebenslagen rauskatapultiert. Nein, aber Er ist genau in dieser Lebenslage mit uns da. Und wenn es nötig ist, dann „trägt“ Er uns. Im Nachhinein haben wir eine Erfahrung mehr. – Er ist da!-
Von einem Freund habe ich kürzlich eine Karte bekommen, mit den Worten „ Ich bin immer da!“-Gott
Ich wünsche euch und  mir, dass wir Tag für Tag mehr lernen, uns in unserem Leben auf Jesus zu stützen. Dann haben wir eine Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. Lasst uns die Ewigkeit nicht ausblenden!
 
Der Herr ist meine Hoffnung. Ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Manche Menschen denken, dass mein Leben nun nur von Traurigkeit geprägt ist. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil. Ich darf Vieles noch mehr schätzen lernen. Mein Herz ist dankbar und damit von Frieden durchzogen. (Wie Er es mir im Phil. 4:6 versprochen hat.)
Vor einigen Wochen (was einige von euch wissen) haben die Ärzte in Berlin mir nach einigen Untersuchungen gesagt, dass sie keine Chemotherapie mehr empfehlen. Der Tumor im Becken und die Metastasen in der Lunge sind unter der letzten Chemo einfach fröhlich weitergewachsen. Nun kommt es mehr darauf an, was mit meinen Schmerzen passiert. Denn die werden nicht schwächer werden.

In der letzten Woche haben uns die Neurochirurgen in Rostock empfohlen, über eine Operation zur Teilentfernung des Tumors und damit zur Entlastung der Nerven nachzudenken. Sie gaben uns eine Empfehlung für einen Professorin Süddeutschland, der diese OP am besten durchführen könnte. Nur, es ist nicht leicht, allein zur Vorstellung einen Termin zu bekommen. Denn dieser Mann ist extrem international beschäftigt. Wenn ihr dafür beten könntet, wäre ich sehr froh. Letzte Woche haben wir erlebt, wie Gott Termine geöffnet hat, wo es normal schier unmöglich. Auf dass Er es wieder tut…!  Denn ER kann!
 
Die letzten Wochen waren zugegeben sehr beschwerlich, da der Tumor im Becken sich immer breiter macht. Meine Beine lagern Flüssigkeit an, was die Nerven ziemlich nervt! Wir hatten in den letzten Wochen viele Arztbesuche und wurden Stück für Stück weitergeführt. Es kam von einem zum nächsten Termin. Und das Gute war, dass wir die Termine viel schneller bekommen haben, als üblich. So kann ich hoffentlich bald berichten, dass meine Schmerzen nicht mehr so unausstehlich sind...
 
„Fixing my eyes on Jesus“ das sind die Worte, die bei mir zurzeit immer wieder im Kopf rotieren. Es ist immer wieder meine Entscheidung, worauf ich mich stütze und konzentriere. So bin ich dankbar, wenn ich morgens Zeit mit Jesus verbringen kann, denn mein Tag bekommt durch Ihn einen anderen Wert. Und was ich möchte, ist, mein Leben wertvoll auszufüllen, also das Beste draus zu machen. Dazu brauche ich Jesus in jeder Minute.
Ich fühle mich reich beschenkt. Gnade, das ist das andere Wort, was mich zurzeit beschäftigt. Es ist Gnade, dass ich Jesus gehöre. Ich habe ihn nicht verdient. Es ist seine Gnade, die mich reich macht. Was denkst du über Gnade?  
 

 

 

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18. März 2011